Seliger-Gemeinde zeichnet Sudetendeutschen-Vorsitzenden Bernd Posselt aus
Ein Brücken-Bauer

Albrecht Schläger (links) gratulierte Bernd Posselt zur Auszeichnung der Seliger-Gemeinde. Bild: hfz
Archiv
Bayern
24.06.2015
5
0
Die sozialdemokratische Seliger-Gemeinde hat dem Bundesvorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Bernd Posselt, eine Würdigung ausgesprochen. Der frühere CSU-Europa-Abgeordnete habe in den vergangenen Jahren mit Erfolg die Aussöhnung von Sudetendeutschen und Tschechen vorangetrieben, erklärte der Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde, Albrecht Schläger, beim Vertriebenempfang der SPD-Landtagsfraktion. Unter Posselts Führung als "Wegbereiter der deutsch-tschechischen Verständigung" seien die Sudetendeutschen zum "Brückenbauer in Europa" geworden.

Besonders begrüßte Schläger, dass es Posselt gegen verbandsinterne Widerstände gelungen sei, die Satzung der Sudetendeutschen Landmannschaft durch die Aufgabe von Gebiets- und Besitzansprüchen der heutigen Realität anzupassen. Damit sei eine langjährige Forderung der Seliger-Gemeinde umgesetzt worden, so Schläger. Posselt warb für eine über Parteigrenzen hinausgehende Aussöhnungspolitik mit Tschechien. Er betonte, dass die kollektive Rückkehr der Vertriebenen oder eine gleichwertige Entschädigung ihrer nach 1945 erlittenen Verluste in der heutigen Zeit "absurd und unrealistisch" seien. Der jährlich verliehene Wenzel-Jaksch-Gedächtnis-Preis der Seliger-Gemeinde ging in diesem Jahr an die Vorsitzende des Deutschen Kulturverbandes im tschechischen Brünn, Hanna Zahkari. Zudem ehrte die SPD-Fraktion mehrere Heimatvertriebene, die sich heute ehrenamtlich um nach Bayern kommende Flüchtlinge kümmerten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.