Sicherheitsdienst-Mitarbeiter vor Gericht
Schmiergeld von Subunternehmern

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Bayern
19.05.2015
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Bestechlichkeit in 268 Fällen und Untreue wirft die Staatsanwaltschaft einem Ex-Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Securitas München vor. Der Angeklagte soll von 2008 bis 2014 von Subunternehmern für die Vergabe von Aufträgen knapp 830 000 Euro Schmiergeld in bar verlangt und mindestens 616 500 Euro kassiert haben.

Zum Auftakt der Verhandlung vor dem Münchner Landgericht gab der Vorsitzende Richter am Montag bekannt: Die Strafkammer kann sich nach einem Vorgespräch eine Strafe von drei Jahren und neun Monaten vorstellen. Securitas München bewacht Objekte staatlicher Einrichtungen und privater Unternehmen im Münchener Raum. Das Unternehmen erteilt dabei Aufträge an etwa 40 Subunternehmen. Bei der Vergabe habe der 44-jährige Mitarbeiter Firmen begünstigt, wenn sie ihn mit bis zu zehn Prozent am Auftragswert beteiligten. Neben Bargeld verlangte er in die Übernahme der Leasingraten für Wagen der oberen Preisklasse in seinem Fuhrpark. Der Angeklagte betrieb auch eine Autovermietung.

Seinen gehobenen Lebensstil soll er auch durch Veruntreuungen bei der "Unterstützungseinrichtung der ehemaligen Münchner Wach- und Schließgesellschaft" finanziert haben. Der berufsunfähige ehemalige Garagenmonteur ist mit mindestens 200 000 Euro verschuldet.
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