Silvia setzt sich in München für Demenzkranke ein
Königin kümmert sich

Königin Silvia von Schweden beim Besuch der Demenz-Tagesstätte der Malteser im Osten von München. Bild: dpa
Archiv
Bayern
14.11.2015
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Royale Visite mit ernstem Hintergrund: Königin Silvia von Schweden hat in München eine Tagesstätte für Demenzkranke besucht und sich über den Alltag in der Malteser-Einrichtung informiert. Mit ihrer Stiftung "Silviahemmet" (deutsch: Silvia-Heim) macht sie sich seit 1996 für Betroffene stark.

Der königliche Besuch lief ohne großes Aufsehen ab. Eine kleine Schar Schaulustiger bereitete der Monarchin einen herzlichen Empfang, ehe sie hinter verschlossenen Türen mit Patienten und Pflegern sprach. Etwa eine Stunde nahm sich Königin Silvia Zeit und plauderte in der Küche mit an Demenz erkrankten Menschen. In der Einrichtung werden die Betroffenen stundenweise betreut, um die Angehörigen zu entlasten. Es sei sehr wichtig, den Kranken Aufmerksamkeit, Liebe und Unterstützung zukommen zu lassen, sagte die Königin bei einem anschließenden Symposium. Jedoch bräuchten auch die Angehörigen Hilfe.

Auch die Mutter von Königin Silvia war an Demenz erkrankt. Die letzten Monate vor ihrem Tod im Jahr 1997 hatte die betagte Dame bei ihrer Tochter auf Schloss Drottningholm in der Nähe von Stockholm verbracht. "Es hat mich sehr betroffen gemacht, meine Mutter so hilflos zu sehen", sagte die Königin am Freitag.
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