Söder stellt Museumskonzept für Nürnberger Schwurgerichtssaal vor
Unesco-Kulturerbe als Ziel

Blick in den historischen Saal 600 im Nürnberger Landgericht. (Bild: dpa)
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Bayern
30.11.2015
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Nürnberg. Im altehrwürdigen Saal 600 des Nürnberger Justizpalastes wurde Weltgeschichte geschrieben: Dort mussten sich zahlreiche Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs verantworten. Nun soll der Titel Unesco-Kulturerbe her.

In rund drei Jahren soll dort ein Museum eröffnen. Das Konzept dafür stellt Finanzminister Markus Söder (CSU) am Montag im Saal 600 vor. Zwar ist der Raum, in dem sich vor 70 Jahren die 21 Hauptkriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs verantworten mussten, bereits seit einigen Jahren für Interessierte zugänglich. Seitdem kamen rund 370.000 Besucher. Da dort aber weiterhin Prozesse stattfinden, ist der Zutritt zeitlich stark eingeschränkt.

Derzeit entsteht ein neuer Anbau, damit der Raum dann ausschließlich als Museum genutzt werden kann. Söder strebt den Titel Unesco-Weltkulturerbe für den Saal an. Ein erster Anlauf dafür war im vergangenen Jahr allerdings gescheitert.
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