Sonniger Empfang für Silvia

Königin Silvia von Schweden wurde von den Würzburgern herzlich begrüßt. Die gebürtige Heidelbergerin besuchte eine von ihrer Stiftung organisierte Fachtagung in der Residenzstadt. Bild: dpa
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Bayern
10.09.2015
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Adliger Besuch in der Residenzstadt Würzburg: Königin Silvia von Schweden war am Mittwoch in Bayern zu Gast. Dabei ging es nicht um das kurze Bad in der Menge. Vielmehr machte sich die Monarchin in Unterfranken für hilfsbedürftige Kinder stark.

Selbst gebastelte Schweden-Fähnchen, gespannte Gesichter und strahlend blauer Himmel: Königin Silvia von Schweden ist in Würzburg mit herzlichem Applaus und begeisterten Rufen empfangen worden. Mehrere hundert Menschen haben der gebürtigen Heidelbergerin am Mittwochmittag vor der Residenz zugewunken. Unter ihnen waren auch viele Kinder.

Hoffen auf Handschlag

"Das ist alles sehr, sehr aufregend", sagte Christine Volk aus Würzburg. Ihre Tochter hatte extra für die Königin Fähnchen gebastelt, "damit wir sie auch gebührend empfangen können". Es sei atemberaubend, so nah dabei zu sein, sagte die 48-Jährige, die einen Platz direkt am roten Teppich ergattert hatte. Sie hoffte auch auf einen kurzen Handschlag von Ihrer Majestät. "Das würde ich ja noch als Ur-Großmutter erzählen können. Das wäre grandios."

Dazu kam es letztlich nicht, weil die Königin unerwarteterweise direkt und ohne Umwege über den roten Teppich in die Residenz ging. Ein kurzes Lächeln und Winken, und schon war sie in dem Weltkulturerbe verschwunden. Allerdings zeigte sie sich noch einmal von einem Balkon. Die Menge dankte es ihr mit Jubelschreien und viel Beifall. Nach einer Pressekonferenz durften zudem Vorschulkinder ihr noch ein kurzes Ständchen vorsingen.

Die Monarchin war als Gründerin der Kinderhilfsstiftung World Childhood Foundation in der Stadt und nahm an einer Fachtagung der Stiftung teil, die sich auf Hilfe für Flüchtlingskinder konzentriert.

Zur Nachahmung empfohlen

"Der heutige Tag ist für uns alle ein guter Anfang, um jungen Flüchtlingen sichere Orte zu bieten und sie vor Missbrauch zu schützen", sagte die 71-Jährige in ihrem kurzen Grußwort zu Tagungsbeginn. Auf der Tagung mit rund 200 Teilnehmern stellten Experten und Projektleiter in mehreren Workshops deutsche Projekte vor. Damit soll auch ein Nachahmungseffekt erreicht werden. Für den Abend war zudem eine Benefiz-Gala geplant, mit der Spenden für die Hilfsprojekte der Stiftung in Deutschland gesammelt werden sollten.
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