Tausende gehen in Rödental auf die Straße
Zwei Stromtrassen sind eine zu viel

"Stop den Trassenwahn". Stromtrassengegner versammelten sich, um gegen die Ausweitung der "Thüringer Strombrücke" zu demonstrieren, die bis Ende des Jahres fertig sein soll. Bild: dpa
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Bayern
23.11.2015
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Mehrere Tausend Menschen haben Sonntag in Rödental gegen Stromtrassenpläne des Netzbetreibers Tennet demonstriert. Zum Protest hatten die Bürgermeister in der Region aufgerufen. Bürger und Kommunalpolitiker wehren sich gegen die Pläne der Bundesnetzagentur, die im Bau befindliche Thüringer Strombrücke nachzurüsten. Damit drohe im Kreis Coburg und dem Raum Lichtenfels neben der fast fertigen Stromtrasse der Bau einer parallel geführten 380-KV-Leitung.

Die Demonstranten hatten sich zunächst auf dem Festplatz versammelt und waren von dort aus ins Gewerbegebiet gezogen. Von dort aus bot sich ein Blick auf die halbfertigen Gittermasten der geplanten Thüringer-Strombrücke; damit soll elektrische Energie zum Netzknotenpunkt nahe des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld transportiert werden.

"Mit der jetzt gebauten Stromtrasse haben wir uns in der Region weitgehend abgefunden - auch als Beitrag zur Energiewende", erläutert der Rödentaler Bürgermeister Marco Steiner. Die Bürger seien aber nicht bereit, eine weitere Stromtrasse zu akzeptieren. Die Kommunalpolitiker waren durch den unlängst veröffentlichten Netzentwicklungsplan 2025 aufgeschreckt worden. Dieser sieht zusätzliche Stromleitungen vor.
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