Tod nach nichtigem Streit

Kerzen erinnern bei der U-Bahnstation Jakobinenstraße in Fürth an den am Sonntag getöteten 28-jährigen Mann. Bild: dpa
Archiv
Bayern
03.02.2015
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Offenbar wegen einer Belanglosigkeit muss ein junger Mann an einer U-Bahnstation in Fürth sterben. Gegen den mutmaßlichen Täter wird Haftbefehl erlassen. Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen des tödlichen Streits.

Anlass für den tödlichen Streit an einer Fürther U-Bahnstation war nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine "absolute Belanglosigkeit". Details zu der Auseinandersetzung, die in der Nacht zum Sonntag zum Tod eines 28-Jährigen geführt hatte, wollte die Sprecherin der Nürnberger Anklagebehörde, Antje Gabriels-Gorsolke, am Montag aber nicht mitteilen.

Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl wegen Totschlags gegen den mutmaßlichen Täter. Der 19-Jährige äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Ob sich Täter und Opfer kannten und weitere Hintergründe der Tat wollte Gabriels-Gorsolke ebenfalls noch nicht sagen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Die Obduktion habe ergeben, dass das Opfer mit mehreren Messerstichen getötet wurde. Das Messer wurde am Tatort gefunden.

Fest steht zudem, dass der tödlichen Attacke ein heftiger Streit vorausging. Die Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten war kurz vor 1 Uhr eskaliert und der 28-Jährige wurde dabei so schwer verletzt, dass er noch am Tatort starb. Nachdem ein Augenzeuge die Polizei gerufen hatte, konnten Beamte den 19-Jährigen sowie zwei weitere Verdächtige im Alter von 16 und 17 Jahren am Tatort festnehmen. Die beiden Minderjährigen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Die Tat geschah zwischen dem U-Bahnverteiler und einer Bahnunterführung, in der die Leiche des 28-Jährigen gefunden wurde. Noch am Sonntagabend hatten sich zahlreiche Menschen an der Unterführung versammelt und Kerzen zum Gedenken aufgestellt.
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