Tödliche Bergwacht-Übung

Ziel der Rettungsübung an der Seilbahn am 1456 Meter hohen Großen Arber war, die stillstehenden Gondeln von außen zu öffnen und die Passagiere zu bergen. Dabei verunglückte ein 48-jähriger Bergwachtler tödlich. Bild: dpa
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Bayern
26.10.2015
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Tragischer Unfall bei einer Bergwacht-Übung im Bayerischen Wald: Ein 48 Jahre alter Mann verliert am Großen Arber beim Klettern zwischen zwei Gondeln den Halt und stürzt 14 Meter in den Tod.

(dpa/tos) Bei der Bergwacht-Übung am Samstag im Bayerischen Wald (Landkreis Regen) war laut Polizeipräsidium Niederbayern ein Stillstand der dortigen Gondelbahn simuliert worden. 90 Passagiere, die festsaßen, sollten daraufhin gerettet werden.

Auch Regensburger verletzt

An der gemeinsamen Übung, die im zweijährigen Turnus stattfindet, waren Einsatzkräfte der Arber-Bergbahn, der Polizei und der umliegenden Feuerwehren beteiligt. Einsatzkräfte der Bergwacht übernahmen in Zweier-Teams die Evakuierung der Liftanlage. Eines der Teams bestand aus dem Verunglückten und dessen 24 Jahre alten Übungspartner aus Regensburg.

Im Einsatz versuchte der Ältere, von einer Gondel in eine andere zu klettern. Beim Abseilen mit einer Seilrutsche verlor er aus noch ungeklärten Gründen plötzlich den Halt und stürzte 14 Meter in die Tiefe. Sein Regensburger Partner, der ihn am Boden sichern sollte, wurde mitgeschleift und schwer verletzt. Beide Männer wurden per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Dort starb der 48-Jährige jedoch am Samstagabend. Die Übung wurde nach dem Unglück sofort abgebrochen. An der Unfallstelle nahmen ein Bergführer der Bayerischen Polizei sowie Beamte des Kriminaldauerdienstes der Kripo Straubing ihre Ermittlungen auf.
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