Überstunden über Zweitfirma abgerechnet

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Bayern
21.11.2014
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Mit einem speziellen Beschäftigungsmodell soll die Sicherheitsfirma CAP des Münchener Flughafens Lohnsteuern und Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 3,4 Millionen Euro veruntreut haben. Sieben Manager und leitende Angestellte der CAP sowie anderer Sicherheitsfirmen stehen deswegen seit Donnerstag vor dem Landgericht Landshut. Laut Anklage waren fest angestellte Mitarbeiter der CAP gleichzeitig bei anderen Firmen als geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer geführt worden. Überstunden wurden dann über abgabenfreie 400-Euro-Minijobs abgerechnet.

Das Modell sei mehrfach von Fachleuten überprüft worden, betonte ein Verteidiger. Das Gericht stehe daher vor einer grundsätzlichen, komplizierten Rechtsfrage. Für den Prozess hat die Wirtschaftsstrafkammer 16 Verhandlungstage angesetzt.
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