Ulvi K. bleibt in der Psychiatrie

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Bayern
03.11.2014
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Ulvi K., der im April in einem Wiederaufnahmeverfahren im Fall Peggy freigesprochene Mann, kommt auch Monate nach dem Urteil immer noch nicht frei. Im April 2004 wurde Ulvi als mutmaßlicher Mörder der im Mai 2001 verschwundenen Peggy K. aus dem oberfränkischen Lichtenberg zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Diese Haftstrafe hatte Ulvi nie angetreten, da das Gericht wegen sexuellem Missbrauch von Kindern zunächst die Unterbringung in der forensischen Psychiatrie angeordnet hatte. Dort wird er nach Aussagen eines Gerichtssprechers vorerst auch bleiben, denn die nächste turnusgemäße Anhörung, die einmal jährlich stattfindet, werde erst wieder im Januar 2015 sein.

Mit dem Urteilsspruch im April 2014 hatte das Gericht auch ein neues Gutachten angeordnet, das Aufschluss darüber geben soll, ob von Ulvi weiterhin eine Gefahr ausgeht. Obwohl dieses Gutachten längst vorliegt, sieht das Gericht keinen Anlass für eine vorzeitige Anhörung, heißt es dazu von der Bayreuther Justiz.

Im Falle einer Freilassung würde Ulvi in eine Wohngruppe für Menschen mit geistiger Behinderung nach Hof umziehen. Trotzdem stehen die Chancen gut, dass Ulvi Weihnachten mit seiner Familie verbringen kann. Nach seinem Freispruch erhielt Ulvi Vollzugslockerungen und durfte in den zurückliegenden Monaten das Bezirkskrankenhaus bereits mehrmals verlassen.
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