Ulvi K. wird aus Psychiatrie entlassen
Ab Juli in Wohnheim

Ulvi K. Archivbild: dpa
Archiv
Bayern
20.03.2015
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Der wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebrachte Ulvi K. wird Ende Juli entlassen. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Bamberg. Der geistig behinderte Mann war 2004 als Mörder der spurlos verschwundenen Schülerin Peggy verurteilt, 2014 aber im Zuge eines Wiederaufnahmeverfahrens freigesprochen worden. Das OLG gab am Donnerstag einer Beschwerde gegen den Unterbringungs-Beschluss des Landgerichts Bayreuth vom Januar statt.

"Ich war zunächst sprachlos", kommentierte K.s Betreuerin Gudrun Rödel die Entscheidung. Sie kämpft seit Jahren dafür, dass Ulvi K. aus der Psychiatrie entlassen wird. Es gebe bereits Gespräche darüber, wo der 37-Jährige ab dem Sommer leben soll, sagte Rödel. Er solle in ein Wohnheim für behinderte Menschen ziehen. Wie ein OLG-Sprecher mitteilte, sollen bis Ende Juli die Voraussetzungen für eine Heimunterbringung geschaffen werden. Ulvi K. habe sich fortentwickelt und "als gut führbar und integrierbar erwiesen". Nach der Entlassung untersteht er fünf Jahre der Aufsicht eines Bewährungshelfers. Eine weitere Unterbringung wäre unverhältnismäßig, heißt es in der Mitteilung. Ulvi K. sei schon mehr als 13 Jahre in der Psychiatrie untergebracht.
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