Unterfranken träumt von Trüffelgärten

Experten wie Biologe Josef Valentin Herrmann von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim, erforschen, wie Trüffel zuverlässig kultiviert werden können. Bild: dpa
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Bayern
21.10.2015
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Trüffel-Experten aus ganz Deutschland treffen sich am Wochenende in Veitshöchheim (Landkreis Würzburg), um über den Anbau des wertvollen Speisepilzes auch hierzulande zu diskutieren. "Wir erwarten zu der Tagung rund 100 Spezialisten, die uns einen hoch interessanten Einblick in diese Welt geben werden", sagte Josef Valentin Herrmann, Leiter des Fachzentrums Analytik der bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG). Die LWG experimentiert seit zwei Jahren auf diesem Gebiet, um die optimalen Anbaubedingungen für die Trüffel zu erforschen. Unter Plastikröhren verstecken sich etwa zwei Jahre alte Haselnusspflänzchen. Diese "Trüffelbäume" wurden zuvor mit Trüffelsporen geimpft, so dass sich nun ausgehend von und verbunden mit ihren Wurzeln ein weit verzweigtes, meterlanges Pilzgeflecht entwickeln kann - die Grundlage für das Wachstum von Trüffeln. Bundesweit gibt es derzeit vier Standorte zu Forschungszwecken und etwa 50 private Züchter. Bislang ist - zumindest offiziell - aus diesen sogenannten Trüffelgärten jedoch noch keine der Delikatessen ausgegraben worden. Mittelfristig sollen aber Burgundertrüffel aus Deutschland auf dem Markt erhältlich sein.
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