Urteil gegen zwei Angeklagte zwölf Jahre nach Überfall auf Promi-Chirurg
Fall Gsell: Elf Jahre Haft

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Bayern
11.12.2014
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Wegen des tödlichen Überfalls auf den Nürnberger Schönheitschirurgen Franz Gsell sind zwei Männer zu je elf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Nürnberg-Fürth sprach die 38 und 45 Jahre alten Angeklagten am Mittwoch wegen besonders schweren Raubes mit Todesfolge schuldig.

Sie seien am 5. Januar 2003 mit Äxten bewaffnet in Gsells Villa eingebrochen und hätten den gebrechlichen Arzt (76) so schwer verletzt, dass er wenig später starb, sagte der Vorsitzende Richter Gerhard Neuhof. "Durch Gewaltanwendung haben die Angeklagten leichtfertig den Tod ihres Opfers verursacht."

Gewalt war geplant

Laut Urteil hatten die Männer die Tat von Anfang an so geplant. Sie versetzten Gsell mehrere Schläge, um an mehr Beute zu kommen - auch mit Hilfe der Äxte. Als Maskierung nahmen sie zwei Mützen mit, in die sie Sehschlitze geschnitten hatten, sowie eine Rolle Paketklebeband, mit dem sie Gsell knebelten. Die Mützen, Wollhandschuhe sowie weitere Gegenstände aus Gsells Villa warfen die Männer später weg. An den Mützen und Handschuhen konnten die Ermittler genetische Spuren der Männer nachweisen. An den Klebebandresten fanden sich Fasern der Handschuhe.

Die Männer hatten den Raub in Gsells Villa vor Gericht zugegeben. Sie bestritten allerdings, Gsell dabei verletzt zu haben. Diese Behauptung glaubten die Richter ihnen allerdings nicht: Gsell selbst habe das Vorgehen der Täter kurz nach dem Einbruch detailliert und glaubhaft geschildert.
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