Urteil im Coburger Fleischskandal steht bevor
Ekel-Prozess vor Ende

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Bayern
20.05.2015
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Im Prozess um den Fleischskandal am Coburger Schlachthof wird heute das Urteil erwartet. Wie ein Sprecher des Landgerichts mitteilte, sind für diesen Verhandlungstag die Plädoyers und die Urteilsverkündung geplant.

Den Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft zufolge sollen zwischen 2008 und 2012 rund 20 Tonnen minderwertiges Fleisch aus dem Schlachthof heraus verkauft worden sein - zum Preis von normalem Rindfleisch. Das Fleisch soll zwar nicht gesundheitsgefährdend, aber auch nicht für den menschlichen Verzehr geeignet gewesen sein. Zudem sollen Viehhändler und Landwirte betrogen worden sein: Im Schlachthof soll beim Gewicht der Schlachttiere geschummelt worden sein. Der Schaden wird auf mehr als 930 000 Euro beziffert.

Hauptangeklagter wegen Betrugs ist der Chef eines Fleischverarbeitungsunternehmens am Schlachthof. Wegen Beihilfe sind der frühere Schlachthofleiter und seine damals als amtliche Tierärztin tätige Frau angeklagt. Zum Prozessauftakt Anfang Mai hatte das Gericht den Angeklagten Bewährungsstrafen in Aussicht gestellt. Die Kammer geht davon aus, dass die Behörden Kontrollen unterlassen haben. Das sei zugunsten der Angeklagten zu werten.
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