Versicherung muss nach Unfalltod Suizid nachweisen
Gericht gibt Witwe Recht

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Bayern
21.03.2015
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Ist nach einem Unfalltod die Ursache nicht eindeutig klar, ist es nicht Aufgabe der Hinterbliebenen, zu beweisen, dass es sich um keinen Suizid gehandelt hat. Das hat das Bayerische Landessozialgericht in München entschieden. Wie das Gericht mitteilte, hatte eine Witwe gegen die Unfallversicherung ihres selbstständigen Mannes geklagt, die den Fall als Selbsttötung eingestuft hatte (AZ L 3 U 365/14) . Bei dem tödlichen Unfall 2012 prallte der Mann während einer Dienstfahrt mit seinem Auto frontal gegen einen Lastwagen. Dabei hatte er offenbar nicht gebremst und auch keinen Alkohol im Blut. Da sich keine technischen Mängel feststellen ließen, wollte die Unfallversicherung den Zusammenstoß nicht als Arbeitsunfall anerkennen.
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