Wasser ist weniger belastet - pH-Werte steigen
Bayerns Flüsse werden gesünder

Burglengenfeld, Ansicht von Naab mit Burg und Volkskundemuseum
Archiv
Bayern
30.10.2015
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Bayerns Flüsse werden immer gesünder. Die Fließgewässer des Freistaats sind heute mit wesentlich weniger schädlichen Nährstoffen belastet als noch vor 25 Jahren. "Bei 25 von 29 Fließgewässern und bei allen Seen, die beobachtet werden, ist eine Entspannung festzustellen. Wir messen wieder steigende pH-Werte", sagte Claus Kumutat, Präsident des Landesamtes für Umwelt, am Donnerstag laut Mitteilung. Geringere pH-Werte sprechen für eine erhöhte Versauerung.

Grund für eine Versauerung sind in erster Linie giftige Abgase aus der Luft. Sie entstehen durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Erdölprodukte. Diese Schwefel- und Stickstoffkomponenten fallen als sogenannter saurer Regen auf den Boden und verunreinigen so auch das Grundwasser. Wenn davon mehr auf den Böden landet, steigt die Belastung in den Flüssen und Seen. Die Versauerung von Land, Luft und Wasser gehöre aber trotz der positiven Messwerte noch nicht der Vergangenheit an. "Vor allem das tiefere Sickerwasser und das Grundwasser reagieren langsamer auf Veränderungen", sagte Kumutat mit Blick auf die stärker betroffenen Gebiete im Spessart und der Grenzregion zur Tschechischen Republik. Sie können die Gifte schlechter abpuffern als kalkhaltigere Böden.
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