Weniger Feinstaub gepustet

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Bayern
05.01.2015
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Feinstaub kann Asthma oder Krebs auslösen. Mit Umweltzonen und Fahrverboten kämpfen Städte gegen die Gefahr - und können auf Erfolge verweisen: Die Luft ist sauberer. Bayerns am stärksten belastete Stadt liegt in der Oberpfalz.

Die Feinstaubbelastung ist in vielen Städten Bayerns gesunken. Daten des Umweltbundesamtes zeigen, dass der zulässige Grenzwert im vergangenen Jahr vielerorts an deutlich weniger Tagen überschritten wurde als 2013. Am deutlichsten ist der Rückgang in München. Nach 39 Tagen im Vorjahr war die Feinstaubkonzentration an der Messstation Landshuter Allee nur noch an 17 Tagen höher als erlaubt. Auch in Nürnberg, Augsburg, Ingolstadt, Lindau, Passau und Kempten ist die Luft sauberer geworden. An der Spitze der von Feinstaub geplagten Städte liegt Regensburg mit 30 Überschreitungen im vergangenen Jahr - zwei mehr als 2013. Auch Bamberg und Schweinfurt verzeichneten einen leichten Anstieg. Die EU-Vorgabe, wonach die Feinstaubbelastung an maximal 35 Tagen im Jahr über 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegen darf, hielten alle bayerischen Städte ein.

Das Konzept der Umweltzonen wirke, erklärten die Landtags-Grünen. "Die positiven Effekte sind allerdings noch zu gering", teilte ihr umweltpolitischer Sprecher Christian Magerl mit. Etwa bei den gefährlichen Stickoxidwerten könne noch keine Entwarnung gegeben werden. In den Städten seien dringend neue Verkehrskonzepte notwendig - weg vom Auto und hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln sowie dem Fahrrad. "Die Ballungsräume München und Nürnberg müssen dabei eine Vorreiterrolle spielen", sagte Magerl.

Zonen entwickeln

Eine genaue Auswertung der Daten legte das Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau zunächst nicht vor. "Die Feinstaubbelastung schwankt von Jahr zu Jahr sehr stark", sagte ein Amtssprecher auf Anfrage. Neben dem Verkehr und der Industrie beeinflusst auch das Wetter die Konzentration der kleinen Partikel in der Luft - etwa wenn bei einer Inversionswetterlage kalte Luft wärmere einschließt und so einen Luftaustausch verhindert.

Um die Feinstaubbelastung weiter zu senken, fordert das Umweltbundesamt (UBA) eine Weiterentwicklung der Umweltzonen, etwa mit Vorgaben für Baumaschinen. "Viele dieser Maschinen haben keine Rußpartikelfilter", kritisierte der Sprecher. Das Nonplusultra seien Umweltzonen nicht. Lkw-Fahrverbote oder Tempo-30-Zonen könnten aber weitere sinnvolle Maßnahmen sein, um Feinstaub aus Städten zu vertreiben.
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