Zahlreiche Unfälle wegen winterlichen Straßenverhältnissen
Dauerfrost und bitterkalte Nächte

Für Spaziergänger eine Idylle, für viele Autofahrer ein Übel. Zwischen den Jahren hält der Winter Einzug in Bayern und sorgt für verschneite Landschaften, wie hier im Münchener Olympiapark. Bild: dpa
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Bayern
29.12.2014
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Erst beinahe frühlingshafte Temperaturen, jetzt bitterkalter Frost - kurz vor Jahresende ist der Winter in Bayern eingekehrt. Vor allem am Alpenrand schneite es am Wochenende heftig. Der Dauerfrost hält an. Winterliche Straßenverhältnisse sorgten für zahlreiche Unfälle.

Eiskaltes Bayern - Dauerfrost mit Temperaturen unter minus 15 Grad wird dem Freistaat bitterkalte Nächte bescheren. Teils heftiger und langanhaltender Schneefall führte am Wochenende zu Verkehrsbehinderungen. Das Polizeipräsidium Oberpfalz meldete für seinen Zuständigkeitsbereich bis zum frühen Sonntagmorgen mehr als 30 Unfälle ohne Personenschaden.

Bei zwei Unfällen sei jeweils ein Leichtverletzter zu beklagen gewesen. Auf der A 93 kippte zwischen dem Kreuz Regensburg und der Ausfahrt Königswiesen bei starkem Schneefall und glatter Fahrbahn ein mit Schweinehälften beladener Sattelschlepper um.

Schweinehälften umgeladen

Der Fahrer hatte nach Polizeiangaben in der Nacht auf Sonntag die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Nachdem er von der Fahrbahn abgekommen war und eine Schutzplanke durchbrochen hatte, prallte der Kühllaster gegen einen Lärmschutzwall. Der 62 Jahre alte Fahrer wurde eingeklemmt und leicht verletzt. Vor der Bergung des Sattelschleppers musste die 20 Tonnen schwere Fracht in einen anderen Kühllaster umgeladen werden.

Es entstand Schaden von etwa 100 000 Euro. Die Autobahn war bis zum frühen Sonntagnachmittag gesperrt. In Niederbayern rückte die Polizei am Wochenende an die 80-mal aus, es entstand Schaden von zusammen mehr als 250 000 Euro. Mindestens 18 Menschen wurden nach den Angaben bei Unfällen leicht verletzt.

Schneefall soll nachlassen

Am Sonntag bescherte das Wetter besonders in Südbayern vielen Autofahrern Probleme. "Vor allem an Steigungen blieben Autos liegen", sagte ein Sprecher der polizeilichen Verkehrsmeldestelle in Rosenheim. Auf glatten Fahrbahnen ereigneten sich zahlreiche Unfälle, die aber weitgehend glimpflich ausgingen. "Etliche sind noch immer ohne Winterreifen unterwegs", beklagte der Polizeisprecher. Auf der A 8 am Irschenberg gab es wetterbedingt am Sonntagmittag einen zwei Kilometer langen Stau. Der Betrieb am Münchener Flughafen war indessen kaum gestört. Es gab allenfalls Verspätungen von bis zu 20 Minuten, wie Airportsprecher Robert Wilhelm sagte. Grund dafür war das Enteisen von Flugzeugen.

Der Schneefall lässt nach der Vorhersage allmählich nach. Bis Sonntagabend erwartete der Wetterdienst in den Alpen bis zu 20 Zentimeter Schnee.
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