Zentrale Aufnahmen in Krankenhäusern überlaufen
Nur für echte Notfälle

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Bayern
14.02.2015
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In den Notaufnahmen der bayerischen Krankenhäuser kommt es derzeit vielfach zu Engpässen. "Das Problem, das die Notaufnahmen überlaufen sind und es dort Probleme gibt, haben wir in nahezu allen Regionen Bayerns", sagte der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Siegfried Hasenbein, am Freitag in München.

Schuld daran seien mehrere Faktoren. "Ein wesentlicher Grund ist, dass die Notaufnahmen verstopft und ausgelastet sind mit Patienten, die eigentlich nicht in die Krankenhausnotaufnahme gehören, weil es klassische ambulante Notfälle sind. Die Patienten nutzen aber immer weniger den niedergelassen ambulanten Bereitschaftsdienst, sondern gehen direkt in die Kliniken", kritisierte Hasenbein. Der zweite Grund für die Engpässe sei Personalknappheit.

Diese resultiere zum einen aus dem Fachkräftemangel; zum anderen aus der unzureichenden Finanzierung jener Fälle, die in die ambulante Notfallversorgung statt ins Krankenhaus gehörten. Der dritte Grund sei die derzeitige Grippe-Welle. Bundesweit kommen jedes Jahr 20 Millionen Menschen in die Notaufnahme. Auf Bayern heruntergerechnet seien dies fast eine Million Fälle pro Jahr.
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