Zu viele junge Kiffer

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Bayern
06.03.2015
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Fast jeder zehnte Jugendliche hat schon mal gekifft. 9,6 Prozent der 12- bis 17-Jährigen weisen "Konsumerfahrung mit Cannabis" auf. Das teilte das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) mit. Im Durchschnitt beginnen Jugendliche in Deutschland demnach im Alter von 14 bis 15 Jahren mit dem Konsum von Marihuana oder Haschisch.

"Cannabiskonsum in der Jugend erhöht das Risiko für Schulversagen, für Schul- und Ausbildungsabbruch", betonte die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, die an der Ludwig-Maximilians-Universität in München einen Kongress abhält. Cannabiskonsum in der Jugend erhöhe die Wahrscheinlichkeit späteren Missbrauchs sogenannter harter Drogen erheblich. Allerdings sei die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig Alkohol trinken, zehnmal so hoch wie die Zahl derer, die kiffen.

Die Legalisierung von Cannabis sei darum ein falscher Schritt. Als Beispiel wurden Gesetze zum Nichtraucherschutz genannt: Seitdem der Gesetzgeber stärker gegen das Rauchen vorgehe und Zigaretten für Jugendliche verbiete, fingen deutlich weniger Kinder im Alter zwischen 12 und 13 Jahren mit dem Rauchen an.
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