Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in der Region
Camping-Boom ist ungebrochen

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Bayern
19.07.2016
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Campen ist längst salonfähig. Auch in diesem Jahr hofft die Branche auf weiteres Wachstum. Immer mehr Plätze punkten mit komfortablen Unterkünften und moderner Infrastruktur.

München/Friedburg. (dpa/abu) Urlaub auf dem Campingplatz ist gefragt wie nie: Nach einem Rekordjahr 2015 hofft die Branche in Deutschland auch in diesem Jahr auf weitere Zuwächse und investiert kräftig in die Ausstattung der Plätze. Die Anbieter profitieren nicht nur vom Trend zu unkomplizierten Ferien mit frischer Luft und Bewegungsfreiheit für die ganze Familie, teilte das Informationsportal camping.info am 12. Mai im österreichischen Friedburg mit. Auch wegen Sicherheitsbedenken bei Reisezielen im Ausland entscheiden sich viele Menschen derzeit für Urlaub in Deutschland.

Besonders beliebt bei Campern ist dabei Bayern: Allein 5 der insgesamt 29 Millionen Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen verbrachten Gäste im vergangenen Jahr in Bayern, heißt es bei camping.info unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Auf den Plätzen zwei und drei lagen Mecklenburg-Vorpommern mit 4,6 und Niedersachsen mit 4 Millionen Übernachtungen.


Trend zu Komfort hält an


Der Trend zu mehr Komfort hält dabei an: Mietunterkünfte wie Mobilheime und feste Wohnzelte mit eigenem Bad und separatem Schlafbereich stehen hoch im Kurs. Solche "Glamping"-Unterkünfte - eine Wortschöpfung aus Glamour und Camping - macht die Plätze tendenziell auch etwas wetterfester. Trotz des relativ kühlen Frühjahrs sei die Saison recht gut angelaufen, sagt camping.info-Geschäftsführer Erwin Oberascher. Sonnenschein bleibe aber auch weiterhin ein wichtiger Faktor für eine gute Saison, wie auch der heiße Sommer im vergangenen Jahr gezeigt habe.

Auch künftig dürften die Bedürfnisse und Anforderungen der Urlauber weiter steigen, erwartet die Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland, Franziska Köglmeier. Deshalb werden die Platzbetreiber weiter kräftig investieren - in die Modernisierung der Infrastruktur, in außergewöhnliche Übernachtungsangebote wie Schlaffässer, Jurten oder Baumhäuser, in Kinderbetreuung, Wellness und andere Angebote.

Auch die Caravan-Branche profitiert von der Entwicklung, wie die anziehenden Zulassungszahlen zeigen. Vor allem Kastenwagen und kleinere Reisemobile finden viele Abnehmer, weil sie für geplante Urlaube und spontane Wochenendtrips ebenso nutzbar sind, wie für Alltagsfahrten.


Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in der Region


Die folgende Karte gibt einen Überblick über die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in der Oberpfalz und darüberhinaus. Rote Vierecke stellen Wohnmobilstellplätze dar, blaue Sterne Campingplätze. Mit Klick auf die Markierungen öffnet sich ein Fenster mit weiteren Informationen zum jeweiligen Stellplatz/Campingplatz.



Pässe und Papiere - Checkliste für Caravan-Fahrer


Bevor der Urlaub mit Auto und Wohnanhänger beginnen kann, prüfen Fahrer am besten die wichtigsten Dokumente auf Vollständigkeit und frischen einige Kenntnisse auf.

Dazu rät der Tüv Rheinland und nennt folgende Checkpunkte:


  • Sind Pässe und Ausweise noch gültig?
  • Sind Fahrzeugdokumente, Führerschein und Versicherungsnachweise eingepackt und vollständig? Ein Exemplar vom Europäischen Unfallbericht sollte dabei sein. Auch die Bedienungsanleitungen für Zugfahrzeug und Wohnanhänger nicht vergessen.
  • Ist ein internationaler Führerschein nötig? Darüber gibt das jeweilige Konsulat Auskunft. Das Dokument ist beispielsweise in Russland, Albanien, Moldawien und der Ukraine erforderlich.
  • Sind die Zoll- und Verkehrsregeln der Reiseländer bekannt?
  • Sind ausreichend Bargeld und andere Zahlungsmittel im Gepäck? Hier gilt es, auf die Ein- und Ausfuhrbestimmungen für Bargeld achten.
  • Sind Tiere mit an Bord? Dann müssen Halter die Einreisebestimmungen beachten und die erforderlichen Papiere dabeihaben.
  • Ist die Routenplanung abgeschlossen? Dabei Besonderheiten wie Steigungen, Streckensperrungen für Gespanne und Mautstrecken berücksichtigen.
  • Sind Sicherheitskopien der wichtigsten Dokumente angefertigt worden? Diese möglichst getrennt vom Original aufbewahren.

Campen mit Baby und Kleinkind - Tipps für Eltern


Campen mit Babys oder Kleinkindern will gut geplant sein. Das fängt an beim Testausflug und reicht bis zur Kuscheldecke.

Camping mit Babys oder Kleinkindern? Mit der richtigen Vorbereitung kein Problem. Hebamme Juliane Martinet erklärt, worauf zu achten ist.

Vor der Reise:

  • Für Mütter und Väter, die mit ihrem Kind das erste Mal campen, lohnt es sich, vorher einen Versuchsausflug zu starten. "Damit die Kleinen an die Situation gewöhnt werden, bietet sich zum Beispiel der Campingplatz um die Ecke oder der eigene Garten an", empfiehlt Martinet.
  • Auf der Seite des ADAC gibt es eine Auflistung von Plätzen, die sich für Camping mit Kindern eignen. Vor allem in puncto Sauberkeit der Anlagen sei auf diese Bewertungen Verlass, sagt die Expertin.
  • Beim Buchen darauf hinweisen, dass Babys dabei sind, um entsprechend platziert zu werden. Der Vorteil: Schreit das Kind nachts, spart man sich Stress mit den Camping-Nachbarn.


Richtig packen

  • Kuscheldecke und Lieblingskissen sollten ebenfalls ins Gepäck - "oder etwas, was nach zu Hause riecht", rät Martinet. Das schafft Vertrauen und eine Wohlfühl-Atmosphäre.
  • Ein kleiner Camping-Kocher oder eine Gaskartusche sind praktisch, um Milch warm zu machen. Wer ins Ausland reist, sollte außerdem genug Milchpulverg einpacken. "Lieber ein Päckchen mehr, um sicherzugehen, dass man das gleiche Produkt benutzt wie zu Hause."
  • Ausreichend Mülltüten für die Windeln einpacken. Praktisch außerdem: Ein kleines Töpfchen, damit die Eltern nachts nicht mit den Kleinen über den Platz zur Toilette laufen müssen.
  • Gerade bei Campingplätzen mit Bädern empfiehlt es sich, sicheres Badeschuhwerk einzupacken. Passiert trotzdem mal was: Verbandsmaterial, Desinfektionsspray und Pflaster parat haben.




Vor Ort

  • Sobald Kinder laufen können, gehen sie gerne mal auf Entdeckungsreise. "Damit das Kind nicht verloren geht, lohnt es sich deshalb, die Handynummer auf den Unterarm zu schreiben."
  • Wer mit Bus oder Wohnmobil reist und eine Standheizung hat, sollte diese nachts ausmachen, um das Fahrzeug nicht zu überheizen. Ein Vorzelt dient als Rückzugsort wie etwa zum Stillen.
  • Bei warmen Temperaturen ist viel Flüssigkeit besonders für kleine Kinder das A und O. Babys brauchen Frischwasser oder babygeeignetes stilles Wasser für die Flaschennahrung.
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