"Coconut Hero" überzeugt mit ungewöhnlicher Geschichte
Tod der sehnlichste Wunsch

Mike Tyson (Alex Ozerov) versucht sich in "Coconut Hero" mit einem Gewehr zu erschießen. Die tragische Ausgangssituation führt zu vielen witzigen Momenten. Bild: Majestic/dpa
Freizeit BY
Bayern
13.08.2015
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Coming-of-Age-Geschichten gibt es viele. Regisseur Florian Cossen ("Das Lied in mir") fügt diesem Genre mit der deutsch-kanadischen Produktion "Coconut Hero" nun eine besondere Note hinzu. Mit 16 hat man noch Träume - sollte man meinen. Dem Teenager Mike Tyson (Alex Ozerov) geht es anders: Er wird wegen seines Namens gehänselt, hat keine Freunde und an seinen Vater ("Victoria"-Regisseur Sebastian Schipper) kann er sich nicht erinnern, weil der die Familie verließ, als Mike noch ein Baby war.

Alles in allem macht sein Leben dem jungen Mike einfach keinen Spaß - und so beschließt er, ihm ziemlich frühzeitig ein Ende zu setzen. Er gibt telefonisch seine eigene Todesanzeige auf, schreibt seiner Mutter (Krista Bridges), sie solle seine Fische füttern und schießt sich mit dem Gewehr seines Vaters in den Kopf. Doch auch das geht schief. "Laut Statistik gelingt es 99 von 100 Leuten, die sich mit einem Gewehr in den Kopf schießen, dabei zu sterben. Doch einem nicht: Das bin ich", denkt er, als er im städtischen Krankenhaus aufwacht und feststellen muss, dass er überlebt hat.

Zu seiner Freude wird bei der Untersuchung ein Hirntumor entdeckt. Er verweigert die lebensrettende Operation, liegt stattdessen schon mal im Grab Probe und beginnt, an seinem eigenen Sarg zu basteln. Seine Pläne geraten allerdings ziemlich ins Wanken, als er die hübsche Miranda (Bea Santos) kennenlernt und sein Vater unverhofft wieder in sein Leben tritt.

Wenn der Priester den jungen Mike immer wieder darin bestärkt, seinen Weg zu gehen und seine Pläne zu verfolgen - nicht wissend, was Mike vorhat - dann ist das ziemlich komisch. Der junge Kanadier Ozerov spielt den depressiven Teenager mit Verve und Lethargie. Überraschende Wendungen halten die Spannung des Films. Allerdings kommt die Synchronisierung derart uninspiriert daher, dass die Dialoge leider etwas von ihrer Faszination einbüßen.

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Regie: Florian Cossen - Mit Alex Ozerov, Sebastian Schipper, Udo Kier - Musik: Matthias Klein - 97 Minuten - frei ab 12 Jahren - Im Internet: www.fox.de/coconut-hero
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