Das Unterbewusstsein positiv beeinflussen
Glücklichsein – eine Einstellungssache

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Bayern
20.01.2016
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Was ist Glück? Eine Frage, die die Menschen schon immer beschäftigt hat. Denn schließlich möchte doch jeder den Schlüssel zu seinem ganz persönlichen Glück finden. Die Wissenschaft hat Antworten: Glück ist demnach zu einem großen Teil machbar, denn Glück ist Einstellungssache. Das Schlüsselwort lautet „Positives Denken“ – und dieses Denkmuster kann jeder erlernen.

Einigen Leuten scheint wirklich alles zu gelingen: Sie haben den perfekten Partner, einen tollen Job, erreichen all ihre Ziele, führen einfach ein angenehmes und glückliches Leben. Um das zu erreichen, brauchen sie sich noch nicht einmal großartig anzustrengen – sie sind stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wieso fällt diesen Glückspilzen offenbar alles in den Schoß, während andere das Unglück magisch anzuziehen scheinen?

Niemand wird zum Glückspilz geboren. Vielmehr bedienen sich solche Menschen einer bestimmten Strategie: Sie speichern positive Erlebnisse in ihrem Unterbewusstsein. Der Grund dafür ist simpel: Je öfter eine Botschaft wiederholt wird und je intensiver das Gefühl ist, das sie begleitet, desto tiefer prägt sich die Erinnerung im Unterbewusstsein ein. Diese Strategie kann jeder anwenden, man muss nur wissen, wie.

Dazu muss man begreifen, wie der Verstand funktioniert. Er besteht wie ein Eisberg aus zwei Teilen, nämlich dem Bewusstsein, sozusagen der Spitze des Eisbergs, und dem Unterbewusstsein, das, wie der Eisberg unter Wasser, die weitaus größere Masse besitzt. Informationen aus dem Bewusstsein gelangen direkt ins Unterbewusstsein. Haben wir zum Beispiel einmal die Erfahrung gemacht, dass eine Ofentür heiß ist, müssen wir uns dies das nächste Mal, wenn wir sie öffnen, nicht extra bewusst machen – wir greifen intuitiv zu einem Tuch. Das Ereignis ist folglich im Unterbewusstsein abgespeichert und beeinflusst unser zukünftiges Verhalten.

Auch unsere Gefühle werden dadurch tangiert: Angenommen, jemand sagt uns immer und immer wieder, wir seien unnütz. Wenn dieser Vorwurf häufig gemacht wird – gerade von jemandem, der uns nahe steht – dann wird er im Unterbewusstsein gespeichert. Auch, wenn wir wissen, dass er unbegründet ist. Geht das Ganze über eine lange Zeit hinweg so, dann beginnen wir, uns wirklich unnütz zu fühlen. Und weil wir uns als Versager fühlen, versagen wir auch.

Es kann auch sein, dass wir uns an das ursprüngliche Ereignis nicht mehr erinnern. Trotzdem ruft aber später eine ähnliche Situation Gefühle hervor, die wir damals empfunden haben. Beispiel: Mit zwei Jahren ist man von einem Hund gebissen worden. An dieses Ereignis kann sich der Betroffene zwar nicht mehr erinnern, dennoch entsteht ein Angstgefühl, wenn ein Hund seinen Weg kreuzt.

Gefühle stehen also immer in Zusammenhang mit einem wirklichen Ereignis. Das Schöne daran ist, dass die Tatsache-Erinnerung-Verhaltenskette auch im positiven Sinne funktioniert. Und genau das ist es, was die Glückspilze machen: Sie versuchen, die Beeinflussbarkeit ihres Unterbewusstseins positiv zu nutzen. Das Unterbewusstsein sucht sich nämlich nicht die richtigen Informationen aus, es beurteilt auch nicht, ob etwas richtig oder falsch ist. Es speichert das Erlebte einfach ab, um es zu einem späteren Zeitpunkt durch ein Verhalten wieder hervorzubringen.

Wenn wir Einfluss nehmen wollen auf unser Verhalten oder unsere Leistung, dann muss das über unser Unterbewusstsein geschehen. Das bedeutet konkret: Wir müssen neue, positive Gedanken auswählen, die wir unserem Unterbewusstsein ganz bewusst zuführen. Durch mehrmalige Wiederholungen dieses Vorgangs setzen sich diese Gedanken im Unterbewusstsein fest. Die Folge: Zufriedenheit und ein positives Lebensgefühl.

Diese neuen, positiven Gedanken zu finden, ist anfangs gar nicht so leicht. Um einen klaren Schlussstrich unter das bisherige – von negativen Gedanken geprägte – Leben zu ziehen, kann es helfen, seine eigenen Grenzen auszutesten. Zum Beispiel in einem Hochseilpark. Ein weiterer Tipp für einen positiven Neuanfang ist die Strukturierung des eigenen Lebensraumes. Denn: Wer sich in seinen eigenen vier Wänden nicht wohl fühlt, kann auch keine positiven Gedanken hervorbringen. Hilfreich dabei kann eine Feng-Shui-Beratung sein, die auf solche Dinge besonders Rücksicht nimmt.

Eine positive Lebenseinstellung zu haben heißt folglich, offen und freundlich zu sein – nicht aber, der Prügelknabe anderer zu werden. Positiv sein bedeutet, das zu sagen, was man will und danach zu streben – nicht aber, andere zu schikanieren. Glücklich ist, wer sich bewusst dafür entschieden hat, optimistisch zu sein, aber die Welt nicht durch eine rosarote Brille sieht.
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