Ein Besuch im Felsenlabyrinth Luisenburg
Erlebnistour im größten Granitsteinmeer Europas

Freizeit
Bayern
02.08.2016
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Bemooste Granitsteinwände, geheimnisvolle Höhlen und steile Schluchten umgeben von gigantischen Felsenkolossen bestimmen diesen mystischen Ort nahe der Festspielstadt Wunsiedel.

Das Felsenlabyrinth Luisenburg eröffnet einen faszinierenden Rundgang durch eine Wildnis von Granitblöcken von riesigem Ausmaß. Über 300 Millionen Jahre ist diese einmalige Landschaftskulisse schon alt und versetzt seit jeher die Menschen in Bewunderung und Ehrfurcht. Bereits Berühmtheiten wie Johann Wolfgang von Goethe besuchte einst das Felsenlabyrinth auf der Luisenburg und beschreibt es als „architektonische Gartenkunst“. Der Bürgerliche Landschaftsgarten fesselte ihn so sehr, dass Goethe die Felsenwildnis abermals durchwanderte und in einen Brief an seine Charlotte berichtet: „Der Granit lässt mich nicht los!“.

Diese Begeisterung von den beeindruckenden Granitsteinformationen gepaart von wildromantischen Nischen begeistern jedes Jahr aufs Neue tausende Naturliebhaber.

Eigens angelegte Wanderwege führen vorbei an 25 Stationen mit skurrilen Felsengebilden, die sich zu mystisch erscheinen-den Monstern auftürmen oder einfach nur kolossale Steinhaufen bilden. Der blau markierte Aufstieg führt weiter über steile Schluchten, durch niedrige Felsenblöcke zum Durchschlüpfen und lässt dabei so manches Abenteuerherz höher schlagen.

Kurz vor dem Gipfel wartet noch die Teufelstreppe mit ihren steinernen Stufen als besonderes Erlebnis auf. nach circa einer Stunde und rund 100 Höhen-metern ist der Zielpunkt erreicht: Der Bundesstein mit Kreuz. Die beeindruckende Aussicht über das Fichtelgebirge entschädigt dabei so manchen Wanderer für den tapferen Aufstieg.

Von hier aus geht es nun weiter zum Burgstein und zur Kösseine, der höchsten dauerhaft bewohnten Stelle Frankens oder es wird der roten Markierung folgend der „Heimweg“ angetreten.

Auch der Abstieg lässt keine Zweifel offen, dass es sich bei diesem einzigartigen und seltenen Naturschauspiel um ein „nationales Geotop“ handelt. So erzählen die Felsenformationen „Drei Brüder“, die Hardenbergrotte, der Zuckerhut, der Napoleonshut und die Insel Helgoland ihre ganz eigene historische und geologische Geschichte. Regelmäßige Führungen von ausgebildeten Geoparkrangern gewähren spannende Einblicke in die Historie und Geologie des größten Granitsteinmeeres seiner Art in Europa.

Hintergrund:


Das Felsenmeer aus Granitsteinblöcken ist Teil des Naturschutzgebietes „Großes Labyrinth“ im Fichtelgebirge bei Wunsiedel. Ständige Vorgänge der Verwitterung und Erosion haben im Laufe von Jahrmillionen die Felsformation so geschaffen wie wir sie heute kennen. Ende des 18. Jahrhunderts begannen Bürger des Umlandes das nach Königin Luise benannte Felsenlabyrinth zu einem Landschaftsgarten zu gestalten und touristisch zu erschließen. Könige, Adelige und auch Wolfgang von Goethe gehören bislang zu seinen berühmten Besuchern und Bewunderern. Die riesigen Granitsteinblöcke messen bis zu sechs Meter Länge und 43 Tonnen. Über 70.000 Besucher erkunden das einmalige Naturschauspiel in Mitten des Fichtelgebirges jährlich.
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