66. Festival junger Künstler
Ort der Begegnung und des Experiments

"Seit 66 Jahren stehen wir für Klassik, Experiment und Ausbildung." Zitat: Intendantin Sissy Thammer
Kultur BY
Bayern
27.07.2016
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Von Sandra Blaß

Bayreuth. Nur noch wenige Tage und dann startet am Montag, 1. August, mit 460 Teilnehmern aus 30 Nationen, rund 80 Konzerten, Events und Symposien, elf Workshops und einem veränderten Design das Festival junger Künstler Bayreuth in eine neue Saison. 1950 unter der Patronage von Jan Sibelius gegründet, hat sich das Festival in der Zwischenzeit zu einer wichtigen Ausbildungsstätte für junge Künstler aus aller Welt entwickelt, aber auch zu einem Ort der Begegnung und des interkulturellen Dialogs sowie zu einem Experimentierfeld für alle Formen der Kunst.

"Seit 66 Jahren stehen wir für Klassik, Experiment und Ausbildung", betont Intendantin Sissy Thammer bei der Pressekonferenz. "Es ist uns wichtig, mit unserer Arbeit fortzufahren und auch immer wieder etwas Neues zu wagen." "Kultur ist Verständigung" lautet das Motto des diesjährigen Festivals. "Es geht um die Macht, um die Macht der Kultur und um die Macht der Kunst", betont die Intendantin, "denn das ist ein wichtiges Thema für mich. So wartet das 66. Festival mit außergewöhnlichen Höhepunkten auf.

Bereits bei der Programmvorstellung konnten die Zuhörer einem Konzert der Gruppe "NeckarGanga" lauschen - ein Projekt, das zwei Mannheimer Musiker mit indischen Freunden 2014 in Vanassi, der Stadt am Ganges gründeten und das unterschiedliche musikalische Einflüsse auf spielerische Weise miteinander verbindet.

Besondere Akzente setzen ein groß angelegtes deutsch-thailändisches Opernprojekt von Somtow Suchartikul über das Leben von Buddha unter dem Titel "The Silent Prince" sowie das einzigartige Chorprojekt "Harmon International". Über alle geografischen und kulturellen Grenzen hinweg vereint dieses Projekt die angereisten Vokalensembles und Chöre mit dem Landes-Jugendjazzorchester Bayern zu einem großen Klangkörper, um die "Sacred Concerts" von Duke Ellington zur Aufführung zu bringen. Auch etwas zum Mitmachen hat die Reihe parat: Unter dem Motto "Meistersinger 2.0" kann jeder, der Spaß am Singen hat, in der Tradition der Fränkischen Meistersinger gemeinsam mit Vladimir Ivanoff sowie zwei syrischen Musikern Lieder aus der arabischen Welt und aus Europa singen.

Ergänzt wird das Programm von den "Artists in Residence" - von jungen preisgekrönten Künstlern wie zum Beispiel dem Turkmenischen Kammerorchester, dem "Consort. Amabile" oder dem Knabenchor Mukachevo. Über eines würde sich Intendantin Thammer freuen: Dass die Bayreuther Festspiele den jungen Künstlern wieder ein Kartenkontingent zur Verfügung stellen..

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Weitere Informationen:

www.YoungArtistsBayreuth.com

Seit 66 Jahren stehen wir für Klassik, Experiment und Ausbildung.Intendantin Sissy Thammer
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