Auf den Spuren von Max Reger im Fichtelnaabtal - "Breitbeinig, mit Schlapphut und zu allerlei ...
Wie kam der Reger auf den Felsen

Der Hammricher Frauentag 1901 war ein Riesenereignis. Max Reger befand sich unter der großen Gästeschar und genoss das Fest in vollen Zügen.
Kultur BY
Bayern
12.08.2016
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Fichtelberg. Spuren Max Regers, der anlässlich seines 100. Todesjahrs in seinem Geburtsort in Brand in großem Stil geehrt wird, führen auch nach Fichtelberg, wo ein Platz nach ihm benannt ist.

Bei seiner Wanderung im Jahr 1901 mit Adalbert Lindner hatte Reger sich auf einem Felsen fotografieren lassen. "Breitbeinig, mit Schlapphut, zu allerlei Späßen aufgelegt" so hat es sein Mitwanderer festgehalten. Als "Max-Reger-Felsen" ist dieser Stein am Kaiserberg in unmittelbarer Nähe des Fichtelsees bereits in die Ortsgeschichte eingegangen:

Es ist auf den Tag 20 Jahre her, dass der ehemalige Leiter des Forstamts Fichtelberg, der verstorbene Forstdirektor Anton Böhm, genau wissen wollte, welcher Felsen im Fichtelgebirge, mit demjenigen auf dem Foto identisch ist. Sein Aufruf, damals unterstützt von Bernhard Prechtl und mehreren Zeitungen, brachte ein lebhaftes Echo. Daraufhin legte man sich im Rahmen einer kleinen Feier auf den Stein am Kaiserberg fest, der jetzt auch eine Erinnerungstafel trägt.

Dann das große Rätselraten: "Wie kam Reger auf den Felsen?" Der Stein ist zwar nicht hoch, die Wände aber ziemlich steil. Und von Regers Sportlichkeit ist nichts überliefert. An der Rückwand fand sich des Rätsels Lösung: ein paar Einkerbungen, die es möglich machten, den Felsen zu besteigen. Damit war die Identität des Steins mit dem auf dem Foto nochmals bestätigt. Für alle, die damals zum Anbringen der Erinnerungstafel "mitpilgerten" gab es ein Fass Freibier. " Der große Meister", mutmaßte Anton Böhm, "hätte anlässlich dieses Festes vielleicht folgende Zeilen zu Papier gebracht: "Lieber an Preßsack, so groß wie a Stoa, als a Taferl von der Fichtelberger Gmoa". Übrigens: "Reger ist mit Ludwig Thoma verwandt gewesen", wusste Böhm damals zu berichten: "Das ist Grund zur Annahme, daß die kräftigen Worte des Heimatdichters und die großartigen Töne des Komponisten einen gewissen Ursprung haben könnten."
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