Bachtrompeten-Ensemble München gibt Konzert in Bayreuther Stadtkirche
Zurück zu Adam und Eva

Mit Pauken und Trompeten: Das Bachtrompeten-Ensemble erfüllten die Stadtkirche Bayreuth mit festlichen Melodien. Bild: Blaß
Kultur BY
Bayern
20.05.2016
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Bayreuth. Strahlende Trompetenklänge und voluminöser Orgelsound erfüllten die Stadtkirche bei der "Musica Bayreuth": Viktor Lukas und das Bachtrompeten-Ensemble München präsentierten Werke von Johann Sebastian Bach und seinen Zeitgenossen. Mit Wilfried Hiller war auch ein interessanter Vertreter der Moderne dabei. Die Musiker Arnold Mehl, Konrad Müller, Friedrich Held (Trompete) und Konrad Graf (Pauken) haben sich in erster Linie der Barockmusik verschrieben und sich auch der Herausforderung in der Darstellung von Werken für die eher seltene Besetzung von drei bis sechs Trompeten, Pauken und Orgel gestellt. Viele Werke der Aufführung richtete Ensemble-Leiter Mehl für diese Besetzung ein. Mit einem festlich-höfischen Trompetenkonzert von Michel-Richard Delalande ging es los, das oft bei Festessen des Sonnenkönigs Ludwig XIV. in Versailles erklang. Während es anfangs vor allem bei den Echopartien noch leichte Temposchwankungen zwischen Trompeten und Orgel gab, zeigten sich die Musiker im Laufe des Konzertes in bester Verfassung. So überzeugten nicht nur die Bläser durch glockenreinen Klang, sondern auch Viktor Lukas an der Orgel durch technische Versiertheit und stets durchsichtiges Spiel.

Einen Höhepunkt des Abends bildete zweifelsohne Wilfried Hillers "Musurgia" nach Athanasius Kircher. Der 1941 geborene Komponist ließ sich vor allem vom Werk jenes großen Universalgelehrten Kirchers leiten und schuf so seine Musorgia, die so viel heißen könnte wie "weltumspannendes Werk der Musen". Mit kraftvoller, lauter Orgeltoccata begann das Schöpfungsepos, unterbrochen von Morsezeichen der Pauken.

Zum Anfang des Seins


Dann setzten drei Trompeten ein, mit reizvollen Echopartien und Resonanzen, ehe alles in die Erschaffung von Adam und Eva mündete - dargestellt von der Orgel und einem Glockenspiel. Sätze von Bach, Toccata, Adagio und Fuge C-Dur, BWV 546, für Orgel solo unterbrachen das Programm. Bachs Choralbearbeitung "Jesus bleibet meine Freude" aus "Herz und Mund und Tat und Leben" war ein würdiger Schluss.
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