Blues bläst durchs Frankenland

Die Voodoo-Blueser Dr. Will & the Wizards sind nur ein Höhepunkt bei den 24. Rother Bluestagen. Bild: hfz
Kultur BY
Bayern
12.03.2015
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Das Festival nimmt sich die Freiheit, sich keinen bestimmten Bluesstempel aufdrücken zu lassen: Bei den 24. Rother Bluestagen werden auch heuer vom 21. bis 29. März Musiker und Bands zu erleben sein, die eine weit gefasste Definition davon haben, was der Blues eigentlich ist und kann.

Das beginnt schon beim Eröffnungskonzert am 21. März auf der Hauptbühne in der Kulturfabrik mit dem charismatischen New Yorker Eric Bibb, der noch nie zwischen Folk, Blues und Songwritertum unterschieden hat. Seine ebenso talentierte Tochter tut es ihm nach.

Auch der langersehnte Mann aus Rhode Island, Duke Robillard, hat sich nie auf einen Stil reduzieren lassen. Am 22. März wird er mit seiner Band sein neues Album "Calling all Blues" vorstellen. Von ihrem großen Talent am Bass sind viele Musikergrößen überzeugt: Dem hypnotischen Funk und der souligen Stimme von Nik West darf man am 24. März in der Kulturfabrik auch verfallen.

Könige des Boogie-Blues

JJ Grey, Soul- und Swamprocker aus Florida, genießt in den USA einen ähnlichen Stellenwert wie Joe Bonamassa. Mit seiner Band Mofro präsentiert er mit "Ol' Glory" seine brandneue Platte am 25. März in der Kulturfabrik. Als Special Guest ist Sänger Marc Broussard dabei. Ein Hauch von Woodstock wird am 26. März in der Kulturfabrik wehen, wenn die ungekrönten Könige des Boogie-Blues, Canned Heat, Schöpfer der Hymnen wie "Going Up the Country", "On the Road Again" und "Let's Work Together" ihr Publikum mit ihrem dichten Blues'n'Boogie zum Tanzen bringen.

"Canada's Darling of the Blues", Layla Zoe, kommt am 27. März zum Doppelkonzert mit dem zweiten heißen Act aus dem kühlen Norden,Thorbjørn Risager. Der Däne spielt mit The Black Tornado auch das neue Album "Too Many Roads".

Mit Ten Years After rissen sie das Publikum regelmäßig zu Begeisterungsstürmen hin - jetzt konzentrieren sich Leo Lyons und Joe Gooch ganz auf Hundred Seventy Split. Am 28. März bitten sie bei den Bluestagen zum Doppelkonzert mit dem Down-Under-Bluesrocker Vdelli.

Jesper Munk lässt sich in keine Schublade stecken und wandelt lieber auf bereits von Jack White und den Black Keys beschrittenen Pfaden. Zum Abschlusskonzert der Bluestage am 29. März ist er genau der Richtige.

Voodoo-Blues mit Dr. Will

Im "Posthorn Eckersmühlen" rollen die Voodoo-Blueser Dr. Will & the Wizards am 22. März den passenden Soundteppich für ein Roadmovie aus. Am 25. März mischen dort Sonnie Ronnie & The Shotguns ihren heißen Querschnitt von Blues und R'n'B mit Bluesoriginals.

Eine Wahnsinnsstimme hat Andreas Kümmert, der etwas andere Castingshow-Sieger aus "The Voice of Germany", der dem ganzen Format den Rücken gekehrt hat und sich in kleinen Clubs wohler fühlt. Zu erleben ist er am 26. März in der "Galaxy Bar Lounge" in Roth.

Zum Bluesbrunch im AWO-Saal "Auf Draht" hat die Kulturfabrik eine der großen weiblichen Stimmen des Chicagoblues eingeladen: Deitra Farr, ist am 29. März mit Raphael Wressnig & Soul Gift zu erleben. Im Landhotel "Zum Böhm" findet am Eröffnungssamstag, 21. März, ein dreigängiges New-Orleans-Dinner mit der sechsköpfigen Kombo Heye's Society statt. Das Konzert mit dem Nürnberger Kulturpreisträger Klaus Brandlist bereits ausverkauft.

Karten gibt es beim NT/AZ-Ticketservice unter Telefon 0961/85550 und 09621/306230.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.bluestage.de/
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