Der Fall Gurlitt zieht sich hin

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Bayern
10.03.2015
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Das Gurlitt-Erbe liegt weiter auf Eis. Nach einer Cousine des Kunstsammlers hat nun auch das Kunstmuseum Bern beim Münchner Amtsgericht einen Antrag auf einen Erbschein gestellt. Damit will das Museum seinen Status als Alleinerbe absichern. Denn die Cousine erhebt ebenfalls Ansprüche auf das Erbe.

"Ein Erbschein ist ein Legitimationspapier", sagte Amtsgerichtssprecherin Monika Andreß am Montag und bestätigte damit einen Bericht der Schweizer Nachrichtenagentur SDA. Wenn sich später herausstellen würde, dass das notarielle Testament doch unwirksam war, seien alle Handlungen des Museums bezogen auf dem Nachlass mit dem Erbschein trotzdem gültig.

Ein Teil der Sammlung dürfte Raubkunst sein. Die rechtliche Klärung, welche Werke den ursprünglichen Eigentümern zurückgegeben werden können, läuft noch. Für die beantragten Erbscheine muss die Amtsrichterin nun umfangreiche Schriftstücke der Antragsteller prüfen. "Das Gericht ist sensibilisiert und tut alles, um schnellstmöglichst entscheiden zu können", sagte Andreß. "Es kann sehr schnell gehen - aber es kann auch lange dauern."
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