Festival „Talking About Borders“ stellt Nachbarland Polen ins Zentrum
Über Grenzen sprechen

"Die Lotterie/Frauen des Krieges": Das Siegerstück des internationalen Dramenwettbewerbs "Talking About Borders" 2015 in Armenien ist am 26. Juni in der Bluebox des Staatstheaters Nürnberg zu sehen. Bild: Bührle
Kultur BY
Bayern
10.06.2016
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Nürnberg. Über Kultur die Menschen kennenlernen, so erläutert Regisseur und Initiator Christian Papke die Idee hinter dem Projekt "Talking About Borders". Der internationale Dramenwettbewerb für Osteuropa dient dem Gedankenaustausch, dem Dialog und der Begegnung. Seit 2005 wird er in unterschiedlichen Ländern ausgerichtet und zählt zu den bedeutendsten Veranstaltungen seiner Art.

Diesjähriges Partnerland ist Polen. Von Donnerstag, 23. Juni, bis Sonntag, 26. Juni, präsentiert das Staatstheater Nürnberg polnische Künstlerinnen, die sich mit dem Thema "Grenzen" auseinandersetzen. Eröffnet wird das Festival mit einem Festvortrag des Diplomaten und Kulturmanagers Pawel Potoroczyn, Direktor des Adam-Mickiewicz-Instituts. Er spricht in den Kammerspielen über "Kunst und Kultur im Wandel". Mit der Produktion "Granice" (Grenzen) von Julia Holewinska gastiert am 26. Juni das Teatr Polski Bydgoszcz am selben Ort. Inhaltlich geht es um ein Konzept der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, mit dem die Außengrenzen der EU-Staaten geschützt und verteidigt werden sollen.

Eine Ausstellung polnischer Plakatkunst, eine Filmreihe mit polnischen Dokumentar- und Spielfilmen, polnische Literatur und Musik mit Ryszard Krynicki und der Künstlergruppe "RDZEN2" sowie Warm-Up-Partys mit DJ Ludwik Zamenhof runden das Programm ab.

Unter dem Titel "Was ist los in Polen?" diskutieren die Journalistinnen und Schriftsteller Kaja Puto, Brygida Helbig und Ziemowit Szczerek über die (kultur-)politische Situation und aktuelle Entwicklungen in Polen. Die Moderation übernimmt der Osteuropa-Experte Olaf Kühl. Den Abschluss von "Talking About Borders" gestaltet dann die R&B- und Soul-Sängerin Natalia "Natu" Przybysz mit ihrer Band.

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Weitere Informationen:
www.staatstheater.nuernberg.de
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Lucyna Felkowska aus Zell | 10.06.2016 | 11:07  
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