Grenzlandfilmtage in Selb
Kino aus der Oberpfalz

Den Film "Rauhnacht" hat Regisseurin Kathrin Anna Stahl im Freilandmuseum Neusath-Perschen gedreht: Gezeigt wird er am 2. und 3. April bei den Grenzland-Filmtagen in Selb. Bild: hfz
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Bayern
29.03.2016
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Selb. Vom 31. März bis 3. April dreht sich in Selb wieder alles um das Thema Film: Die mittlerweile 39. Internationalen Grenzland-Filmtage gehen in der oberfränkischen Stadt die Bühne. Die Organisatoren haben in den vergangenen Wochen und Monaten viel geleistet, um das Programm der Filmtage interessant und abwechslungsreich zu gestalten.

Das Regionalprogramm, das am 2. und 3. April jeweils um 14 Uhr im Kinocenter Selb gezeigt wird, schlägt einen Bogen von Niederbayern bis in die Oberpfalz. Den Auftakt macht die neunminütige Doku-Fiction "S'Lichtl" des niederbayerischen Jung-Regisseurs Philipp Wagner. Anschließend folgt der 13-minütige Spielfilm "Rauhnacht" der gebürtigen Weidenerin Kathrin Anna Stahl, die in Irchenrieth aufgewachsen ist.

Der Kurzfilm, der im Oberpfälzer Dialekt gedreht wurde, basiert auf der Novelle "Die Kuh" (1849) von Friedrich Hebbel. Neben Buch, Regie und Produktion hat Stahl, Jahrgang 1977, auch die weibliche Hauptrolle in "Rauhnacht" übernommen. Der Film, der im Freilandmuseum Neusath-Perschen gedreht wurde, ist eine zynische Parabel auf das Schicksal und die Flüchtigkeit des Glücks: Ein armer Tagelöhner erfüllt seiner Familie den lebenslang erarbeiteten sozialen Aufstieg und scheitert jäh am spielerischen Leichtsinn seines Sohns.

Selb ist für Regisseurin übrigens ein sehr gutes Pflaster: Bei den Grenzland-Filmtagen 2011 gewann sie dort mit dem Kurzfilm "Letzte Ausfahrt Weiden Ost" den Nachwuchsförderpreis. Zum Abschluss des "Regionalblocks" folgt der 77-minütige Dokumentarfilm "Die fremde Frau - Winterreise nach Flossenbürg" von Regisseurin Bettina Büttner. Sie erzählt darin von einer Familie über vier Generationen aus Flossenbürg.

In ruhigen Beobachtungen zeichnet der Film die Lebenswelt der Bewohner des Orts und das Zusammenleben der Hausfrau und Mutter Kerstin und ihrer Tochter Lena. Die Vergangenheit und der Umgang mit ihr verweisen auf die Zukunft. Der Film erzählt von Manie und Depression, von Empathie und Gehorsam, von Ehe, Einsamkeit und der Liebe.

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Weitere Informationen:

www.grenzlandfilmtage-selb.de
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