Kalender mit Höchstgeschwindigkeit

Durch den Einsatz von ultrakurzen Belichtungszeiten gelangen Fotograf Alexander Feig solche Bilder wie für die Monate Mai (von links), November und Dezember. Der Kalender wird mit dem "Award 2015 Special Mention in der Kategorie Excellent Communikations Design - Books and Calendars" ausgezeichnet. Repros: hfz
Kultur BY
Bayern
28.11.2014
6
0

Mit den ganz Großen der Designszene können sich drei Unternehmen aus der Region messen: Betriebe aus Selb, Amberg und Schwandorf wurden nun für ihr gemeinsames, buntes Projekt ausgezeichnet.

Der Kalender 2014 von Antonia und Alexander Feig aus Selb wird im Februar mit dem "Award 2015 Special Mention in der Kategorie Excellent Communikations Design - Books and Calendars" für seine hohe Gestaltungsqualität ausgezeichnet.

Kurze Belichtungszeit

Der erfolgreiche Kalender war ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Fotografen, die in Selb das Studio Feig-Fotodesign betreiben, der Werbeagentur de-Agentur und der Druckerei Frischmann. Von Feig kamen die Fotos, de-Agentur aus Schwandorf war für das Grafikdesign verantwortlich, der Druck wurde vom Druckhaus Frischmann aus Amberg gefertigt. Ergebnis des Teamworks war ein Kalender mit hoher Gestaltungsqualität. Prämiert wird der Wandkalender mit Hochgeschwindigkeitsfotos und einer besonders innovativen Gestaltung des Kalendariums. Dieses folgte in seiner Form dem jeweiligen Monatsmotiv. Durch ultrakurze Belichtungszeiten waren Fotografien entstanden, in denen Raum und Zeit still zu stehen scheinen.

Aus einem Kaffeebecher hüpft braun-schwarzer Kaffee, die einzelnen Tropfen, schimmern in einem breiten Farbspektrum. Um den Kaffee springen zu lassen, um den Moment einzufangen, warfen die Fotografen aus Selb einen Eiswürfel in den Kaffeebecher. Und dann galt es, den richtigen "Tropfen-Spring-Moment" einzufangen. Für jede Aufnahme war eine Arbeitszeit von rund drei Stunden notwendig.

Die Preisverleihung erfolgt im Februar in Frankfurt. Der German-Design-Award ist der internationale Premiumpreis des Rates für Formgebung. Ausgezeichnet werden hochkarätige Produkte und Projekte aus dem Produkt- und Kommunikationsdesign, Designerpersönlichkeiten und Nachwuchsdesigner, die alle auf ihre Art wegweisend in der deutschen und internationalen Designlandschaft sind. Ziel des German-Design-Award ist es, einzigartige Gestaltungstrends zu entdecken, zu präsentieren und auszuzeichnen. Die Jury des German-Design-Award 2015 setzt sich aus Designkennern unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. Diese kommen aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie der Gestaltungsindustrie und sind anerkannte Kapazitäten auf ihren Gebieten. Als Wettbewerb der Wirtschaft für die Wirtschaft, der die hohe Designkompetenz der Teilnehmer unterstreicht, genießt der German-Design-Award hohes Ansehen in der Öffentlichkeit.

Unterstützung seit 60 Jahren

Dafür sorgt auch das Renommee seines Auslobenden, der Rat für Formgebung, der seit 60 Jahren das deutsche Designgeschehen repräsentiert und die Wirtschaft in allen Designfragen kompetent und nachhaltig unterstützt. Alexander Feig: "Die Liste der Preisträger zeigt oftmals Produkte, die große Werbebudgets in Anspruch genommen haben. Wir schätzen uns deshalb besonders glücklich mit unserem eigenen Projekt, die Jury überzeugt zu haben."
Weitere Beiträge zu den Themen: Selb (261)November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.