Literarische Gesellschaft Pegnitzschäfer setzt ihre Wirtshaus-Reihe fort
Oberpfälzer Kultur-Botschafter

Der Bürgermeister (Günter Seibold) erklärt dem Beamten im Landratsamt (Hans-Jürgen Pirner), wie es zum Unfall beim Bau des Schweinestalls kam. Die Musiker vom Dschäs-Kwarded lachen mit. Bild: hfz
Kultur BY
Bayern
12.08.2016
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Krottensee. Kunst, Literatur, Musik und gutes Essen verbindet die literarische Gesellschaft Pegnitzschäfer bei ihrer Reihe "Kultur im Wirtshaus". Die Besonderheit bei der zwölften Auflage des Kombi-Kultur-Events: Alle Interpreten kamen aus der Oberpfalz. Und sie machten ihrem Regierungsbezirk alle Ehre.

Bei den Klängen des Dschäs-Kwardeds kam schnell Stimmung im Gasthaus Zum Löwen auf. Das Repertoire von Akkordeonspieler Klaus Hauenstein aus Hirschbach und seinen Sulzbacher Kollegen Uli Lommer (Gitarre), Konny Sommer (Bass) und Georg Leugner (Klarinette) reichte vom Jazz über Schlager zu bodenständiger Volksmusik und Evergreens.

Den sonst durch Autorenlesungen abgedeckten Bereich der Literatur erweiterten diesmal Günter Seibold und Hans-Jürgen Pirner vom Königsteiner Bauerntheater um Mundart-Sketche. Höhepunkt war die Geschichte eines Bauern, der beim Bau eines Schweinestalls schmerzhafte Erfahrungen mit den Naturgesetzen machte. Selten wurden die Gesetze der Mechanik so anschaulich und komödiantisch zugleich erklärt.

Wenn die "Kunst des Aquarellierens in der Kunst des Weglassens" besteht, wie ein Kunsthistoriker einmal formulierte, dann ist John G. Wendler ein ganz Großer. Seine lichten Aquarelle nehmen die Besucher mit auf die Insel Lanzarote. Sie begeistern durch ihre expressive Wiedergabe des Gesehenen, dann wieder durch die gekonnte Reduzierung auf das Wesentliche. Vordergründige Gesteinsbrocken lenken den Blick in die Tiefe des Bildes und entführen den Betrachter auf die Vulkaninsel. In ihrem Duktus, in ihrer unaufdringlichen Bildkomposition und den Aluminiumrahmen passen die Exponate nahtlos in den hellen Saal des Gasthauses, der mit der indirekten Lichtführung durch die Oberlichter ideal für Kunstausstellungen geeignet ist.

John G. Wendler, ein Mitglied der renommierten Sulzbach-Rosenberger Künstlervereinigung Gruppe 81, hat eine Ausbildung beim Nürnberger Akademieprofessor Franz Vornberger hinter sich und lernte das Portätzeichnen bei dem Amberger Künstler Achim Hüttner. Die sehenswerte Ausstellung läuft in der Reihe "Kunst aufm Land" noch bis Sonntag, 4. September, an gleichem Ort und ist nur Donnerstag geschlossen.
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