Michael Lerchenberg beendet Intendanz vorzeitig 2017
Sorge in Wunsiedel um die Luisenburg

Michael Lerchenberg. Bild: stg
Kultur BY
Bayern
17.08.2016
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Wunsiedel. Mit der Ankündigung von Michael Lerchenberg, seine Intendanz im August 2017 vorzeitig zu beenden, steht die Stadt Wunsiedel vor Entscheidungen, die für die Zukunft der Luisenburg-Festspiele "von großer Bedeutung" sind. Nun wandte sich das künstlerische Personal der Festspiele mit einer Stellungnahme zur aktuellen Entwicklung an die Öffentlichkeit:

"Wir, die künstlerischen Mitarbeiter der Festspiele vor und hinter der Bühne, bedauern die Entscheidung Michael Lerchenbergs sehr. Für die Wahl eines Nachfolgers und die notwendige Diskussion über die künstlerische und strukturelle Zukunft der Festspiele hätten wir uns mehr Zeit gewünscht", heißt es in der Stellungnahme. Allerdings teile man seine Begründung und verstehe seine Motivation für diesen persönlichen Schritt.

Wie das künstlerische Personal weiter betonte, seien die Jahre der Intendanz Lerchenbergs künstlerisch wie wirtschaftlich die erfolgreichsten in der Geschichte der Luisenburg-Festspiele. "Sie haben unverrückbare Maßstäbe gesetzt. Wir haben unter seiner starken Führung unseren Beitrag geleistet, dass die Luisenburg weit über das Fichtelgebirge hinaus als Ort für anspruchsvolle Schauspielkunst geschätzt wird." Dieses Renommee und den Zuspruch des Publikums gelte es auch in Zukunft zu sichern.

"Aus diesem Grund bieten wir der Stadt Wunsiedel und ihren Gremien an, unsere Erfahrungen in ihre Entscheidungsprozesse aufzunehmen. Wir wollen die Stadt in den anstehenden Fragen, besonders bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger, unterstützen und sind zu jeder konstruktiven Hilfe bereit." Ihre große Sorge gelte der Zukunft der Luisenburg-Festspiele, "die wir wertschätzen und für die wir uns immer engagiert haben."
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