Münchener Literatenvereinigung ehrt Lyrik-Papst
Poetentaler für Leitner

Anton G Leitner. Bild: dpa
Kultur BY
Bayern
28.10.2015
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Wenn es um die Poesie geht, kommen ihm ganz ungewöhnliche Ideen. So ließ er Gedichte schon auf Baguettetüten, Zuckerbriefchen oder Weinflaschen drucken. Anton G. Leitner ist durch und durch Idealist - und ein Besessener in Sachen Lyrik. Seit fast vier Jahrzehnten hat er sich dieser Leidenschaft verschrieben. Im deutschsprachigen Raum gilt er mit seiner Zeitschrift "Das Gedicht" als der LyrikPapst schlechthin. Heute erhält er für seine Verdienste um die Poesie den "Bayerischen Poetentaler" der Literatenvereinigung Münchener Turmschreiber.

Schon mit 15 beginnt Leitner seine ersten Gedichte zu schreiben. Vom Vater auf das honorige Wittelsbacher Gymnasium in München "strafversetzt", entdeckt er dort die antiken Dichter Catull, Tibull und Properz und staunt, "wie frech und erotisch Lyrik doch sein kann". Anfang der 1990er gründet er schließlich seinen Verlag. 1993 gibt er mit Ludwig Steinherr zum ersten Mal die Zeitschrift "Das Gedicht" heraus. Heute hat sich Leitners Lyrik-Einsatz stark ins Internet verlagert. Seit einigen Jahren betreut er einen Blog. Zudem hat er die bayerische Mundart für sich entdeckt. Seit zwei Jahren schreibt er Gedichte und erzählt in Versen vom ganz alltäglichen Wahnsinn in seiner Heimat.
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