Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz: Ausstellung zum Schutz der Mädchen und Frauen
Zeichen gegen Verstümmelung

Kultur BY
Bayern
05.06.2015
7
0

"Wonder of the Female Body" lautet der Titel einer Ausstellung, die zeigt, wie es gelingen kann, Mädchen und Frauen nachhaltig und wirksam vor der Genitalverstümmelung zu schützen. Zu sehen ist sie ab Dienstag, 9. Juni, im Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz.

Alle Welt spricht vom Schrecken und der Grausamkeit dieser Menschenrechtsverletzung, doch die Frage nach effektiven Lösungswegen bleibt oft unbeantwortet. Anders die Wanderausstellung "Wonder of the Female Body", die hier Zeichen setzen will und auf der Basis realer Projekterfolge Perspektiven präsentiert, statt zu schockieren. Die Ausstellung erzählt die Erfolgsgeschichte des "Fulda-Mosocho-Projekts", das der Verein "LebKom" im Jahr 2002 Hand in Hand mit der Ethnie der Kisii in der Region Mosocho in Kenia ins Leben gerufen hat. Seitdem wurden bereits 20 000 Mädchen in Afrika vor Genitalverstümmelungen geschützt.

Führungen für Gruppen

"LebKom"-Ehrenamtliche Elsbeth Hirsche aus Marktredwitz, die selbst in Kenia dabei war, hat die Ausstellung nach Marktredwitz geholt. Während der Ausstellungsphase bietet sie nach Vereinbarung Führungen für Gruppen und Schulklassen an, in denen sie auch von ihren Erfahrungen berichtet. Termine können direkt unter Telefon 09231/64 71 72 vereinbart werden. Die Ausstellung sensibilisiert für eine Problematik, die durch Migration auch in Deutschland Einzug gehalten hat. Weltweit sind 125 Millionen Mädchen und Frauen betroffen. Die Ausstellung, eng verzahnt mit politischen Forderungen der Vereinten Nationen, präsentiert praxiserprobte Lösungsansätze.

Zu sehen sind 30 Bild- und Texttafeln, Originalexponate sowie ein ARD-Beitrag über die "Kulturrevolution", die durch das Projekt in Kenia in Gang gebracht wurde. Einzigartig ist die Sicht der Kenianerinnen und Kenianer, die aktiv an der Entwicklung der Ausstellung mitwirkten. Ihre Gefühle und Auffassungen spiegeln sich darin wider.

Feierlich eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 9. Juni, um 18.30 Uhr mit einer Vernissage. Sprechen wird dabei auch die Göttinger Professorin Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe, Initiatorin des "Fulda-Mosocho-Projekts". Auf ihre wissenschaftlichen Arbeiten und ihren großen persönlichen Einsatz geht die erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit zum Schutz der Mädchen und Frauen in Afrika zurück.

Bis zum 3. Juli

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Musikern des OHG. Spenden zur Unterstützung der Arbeit in Kenia sind erwünscht. Besucht werden kann die Ausstellung bis zum 3. Juli immer montags bis freitags von 7.45 bis 16.45 Uhr.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.