Pralles Leben und Tod

Auch Porträts des chinesischen Politikers Mao Tse-tung, die der Künstler Andy Warhol im Siebdruckverfahren angefertigt hat, können Besucher der Ausstellung "The Original Silkscreens" mit Originalen von Warhol in der Städtischen Galerie in Rosenheim bewundern. Bild: Andreas Gebert/dpa
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Bayern
04.12.2015
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Seine Werke hängen in den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt - demnächst auch in der Städtischen Galerie Rosenheim. Bis zum Sommer 2016 sind dort rund 100 Druckgrafiken des Pop Art-Mitbegründers Andy Warhol zu sehen.

Knallrot oder in Pink blickt die Sex-Ikone Marilyn Monroe auf Totenschädel in nicht minder knalligen Farben - in einer Ausstellung mit teils noch nie gezeigten Siebdrucken Andy Warhols trifft pralles Leben auf das Vergängliche. Von 11. Dezember bis 12. Juni 2016 sind in Rosenheims Städtischer Galerie mehr als 100 überwiegend handsignierte Druckgrafiken des Mitbegründers der Pop Art zu sehen, wie bei der Präsentation der Schau am Mittwoch mitgeteilt wurde. Der 1987 gestorbene Künstler hinterließ eine umfangreiche Sammlung von Grafiken, Gemälden und Kunstobjekten.

Farbintensive Grafiken

Gezeigt werden in Rosenheim Warhol-Klassiker wie die 1967 entstandenen, farbintensiven Grafiken mit dem Konterfei der Monroe oder den Campbell's Suppendosen. Auch Porträts von Mao oder Lenin sind zu sehen, ebenso das Portfolio mit vier Siebdrucken von Totenschädeln in unterschiedlichen Farbgebungen. In einem eigenen Raum sind zehn bisher nirgends gezeigte Exemplare einer Serie von 632 Siebdrucken "Sunset" (Sonnenuntergang) ausgestellt. Warhol habe jeden Druck anders eingefärbt, wurde die Einzigartigkeit der Exponate begründet.

"Es sind Meisterwerke der Siebdruckkunst, die eine solche Präzision, Kreativität und Sicherheit im Umgang mit den künstlerischen Mitteln beweisen, dass sie Warhols Ruhm als eine der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten aller Zeiten uneingeschränkt bekräftigen", erläuterte Museumsleiterin Monika Hauser-Mair.

Persönlich bekannt

Die Schau "The Original Silkscreens" wurde nur durch die Zusammenarbeit mit dem Kunstförderer Heiner Friedrich möglich. Der Galerist und Mitbegründer der "Dia Art Foundation" in New York war seit den 1960er Jahren mit Andy Warhol persönlich bekannt. 2011 eröffnete Friedrich auf einem ehemaligen Fabrikgelände in Traunreut im Chiemgau das Museum "DasMaximum".
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