Regisseur Stefan Herheim äußert sich kritisch zu Arbeitsbedingungen in Bayreuth
Klage über viel zu enge Spielräume

Bayern
09.08.2012
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Der in Bayreuth gefeierte Regisseur Stefan Herheim hat sich kritisch zu den Arbeitsbedingungen bei den Richard-Wagner-Festspielen geäußert. So sieht er Schwierigkeiten in der Doppelrolle von Katharina Wagner als Festspielchefin und Regisseurin.

Die Festspielleitung mit den beiden Halbschwestern Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier sei eine "zweigeteilte Sache", sagte er in einem Interview mit dem "Nordbayerischen Kurier": "Evas Unterstützung in künstlerischer Hinsicht habe ich zu hundert Prozent. Katharina dagegen ist nicht nur Festspielleiterin, sondern auch selbst Regisseurin. Sie muss den Spagat zwischen diesen beiden Rollen schaffen. Was ihr sicher nicht immer leicht fällt."

Herheim wird auch in diesem Jahr für seine "Parsifal"-Produktion in Bayreuth gefeiert. Trotzdem hat der Norweger mit Schwierigkeiten zu kämpfen, wie er selbst sagte. "Es hat sich in vielen Bereichen als schwer erwiesen, das Niveau zu halten, das wir 2008 erreicht hatten. Wir konnten kaum etwas an der Ausstattung ändern, die Probezeiten waren knapp. Von einer 'Werkstatt Bayreuth', wie man es von früher her kannte, kann heute nicht mehr die Rede sein."

Am Samstag, 11. August, wird Herheims "Parsifal" in mehr als 100 Kinos in ganz Deutschland übertragen. Auch der Sender Arte zeigt die außerordentlich geschätzte Produktion.
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