Richard-Wagner-Festspiele: Positive Bilanz der Festspiel-Saison in Bayreuth
Spuren einer denkwürdigen Spielzeit

Holger von Berg, Geschäftsführer der Bayreuther Festspiele, blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Bild: dpa
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Bayern
25.08.2016
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Die Bayreuther Festspiele 2016 werden ihre Spuren hinterlassen - aber womöglich anders, als es dem einen oder anderen Wagnerianer lieb ist.

Die Angst vor Terror, die Anschläge von Würzburg und Ansbach und der Amoklauf von München hatten den Beginn der Festspiele überschattet: kein roter Teppich, kein Staatsempfang, Politiker sagten ab.

Im Laufe der Festspiele aber habe sich die Stimmung entspannt, sagen Bayreuther Gastronomen. Auch die Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH sieht keine großen Auswirkungen auf den Festspiel-Tourismus. Den Angaben zufolge kommen immer mehr internationale Gäste nach Bayreuth, seit Festspielkarten auch im Internet zu haben sind. Ob die Festspiele wegen der verschärften Sicherheitsvorkehrungen auf der einen oder anderen Karte sitzen blieben, ist nicht bekannt. "Weniger als 40 Karten gingen nicht raus", sagt der Geschäftsführer.

Ring des Nibelungen


"Aber das sind für uns Marginalien", und im Grunde gelte das als ausverkauft. Dass nicht alle Karten für die Richard-Wagner-Festspiele verkauft würden, sei auch in vergangenen Jahren schon vorgekommen. "Wir sind mit der Saison selbstverständlich zufrieden. Wir haben alle Finanzziele erreicht." Auf den vierteiligen "Ring des Nibelungen" in der Inszenierung von Frank Castorf sei "der Druck vielleicht nicht so groß". "Es kann auch mal sein, dass Leute Karten haben, aber nicht in alle vier Vorstellungen gehen." Die Bayreuther Festspiele enden an diesem Sonntag so, wie sie am 25. Juli begonnen haben: mit Richard Wagners Oper "Parsifal" in einer Inszenierung von Regisseur Uwe Eric Laufenberg.

Diskussionen über das, was künftig auf der Bühne zu sehen sein wird, löste Operndiva Anna Netrebko mit einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" aus. Darin sagte die 44-Jährige auf die Frage, ob sie 2018 als Elsa im "Lohengrin" im Festspielhaus auf der Bühne stehen wird: "Nein. Das heißt, wir sind noch im Gespräch."
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