Schmerzlicher Verlust für Museen: Weitere Bilder von Georg Baselitz abgehängt

Schmerzlicher Verlust für Museen: Weitere Bilder von Georg Baselitz abgehängt (dpa) Der Protest von Georg Baselitz (77) gegen das geplante neue Kulturgutschutzgesetz von Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat für zwei weitere Museen Konsequenzen: Drei Tage nach dem Dresdener Albertinum haben die Pinakothek der Moderne in München und die Chemnitzer Kunstsammlungen Leihgaben des Malers und Bildhauers aus ihren Ausstellung genommen. Drei Bilder, die bislang in der Münchener Dauerausstellung hingen, wurd
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Bayern
21.07.2015
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Der Protest von Georg Baselitz (77) gegen das geplante neue Kulturgutschutzgesetz von Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat für zwei weitere Museen Konsequenzen: Drei Tage nach dem Dresdener Albertinum haben die Pinakothek der Moderne in München und die Chemnitzer Kunstsammlungen Leihgaben des Malers und Bildhauers aus ihren Ausstellung genommen. Drei Bilder, die bislang in der Münchener Dauerausstellung hingen, wurden laut dem Museum am Montagmorgen in der Pinakothek abgenommen und ins Depot gebracht. Es handelt sich um die Gemälde "Die Freunde VI", "Ein neuer Typ" und "Der Moderne Maler". "Wir haben noch 32 Baselitz-Werke, die dem Museum gehören", sagte eine Sprecherin. "Trotzdem ist der Verlust der Werke schmerzlich." Die Chemnitzer Kunstsammlungen nahmen die Leihgaben "Rotgrüner" von 1965 und "Blick aus dem Fenster" (Bild) von 1981 am Montag ab und brachten sie ebenfalls ins Depot. "Es ist schade, denn das sind schon wichtige Werke", sagte Direktorin Ingrid Mössinger. Das Museum will seinen Baselitz-Raum, in dem noch zwei Bilder aus eigenem Bestand hängen, behalten und mit Grafiken füllen. Grütters Pläne zum Schutz von Kulturgütern waren auf massive Kritik gestoßen. Unter der Überschrift "Totreguliert" protestierten mehr als 250 Galeristen, Kunsthändler und Sammler gegen die Pläne. Das Gesetz würde den deutschen Kunsthandel und den musealen Leihverkehr restriktiv kontrollieren und behindern, meinen sie. Grütters wies die Vorwürfe zurück. Mit dem Gesetz werde nur eine längst geltende Regelung für den außereuropäischen Warenverkehr auf den EU-Markt angewandt. Leihgaben seien nicht betroffen, wenn der Besitzer dies nicht wünsche. Bild: dpa
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