Tabaluga lebt weiter
„Es lebe die Freundschaft“

Rufus Beck (links) spielt im jüngsten Tabaluga-Abenteuer in einer Doppelrolle den Magier und einen Maikäfer, der den kleinen Drachen durch die Geschichte begleitet. Zwei Stunden lang sitzt Heinz Hoenig (rechts) vor jeder Vorstellung in der Maske, bis er zu Tabalugas Widersacher Arktos wird. Peter Maffay ist glücklich, dass er die wveräußerten "Tabaluga"-Auswertungsrechte für seine Stiftung zurückkaufen konnte. Bild: Helmut Kunz
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Bayern
29.04.2016
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"Solange es mich gibt, wird Tabaluga nicht größer werden. Ich möchte ihm schon noch weiterhin auf Augenhöhe begegnen. Und außerdem altern Drachen langsamer." Damit hat Peter Maffay die Latte nach oben festgenagelt und die Frage beantwortet, warum sein kleiner, grüner Drache in all den Jahren nicht älter geworden ist.

Nürnberg. Wie Maffay bei einer Pressekonferenz im Nürnberger "Bäckerhof" bekanntgibt, wird die neue Produktion "Tabaluga - Es lebe die Freundschaft" rund acht Millionen Euro verschlingen. Dass es überhaupt zu einem neuen Abenteuer gekommen sei, verdanke man dem Rückkauf der Auswertungsrechte, die man im Vorfeld veräußert habe.

Schließlich hängt die Zukunft der kompletten Tabaluga-Stiftung von diesen Rechten ab. "Wenn ich einmal physisch nicht mehr in der Lage sein werde, die Galionsfigur in dieser Stiftung abzugeben - und das bin ich nämlich - wenn es diesen Maffay einmal nicht mehr gibt, dann wünschen wir uns doch, dass diese Stiftung weiterläuft. Dann braucht sie eine andere Energie, einen anderen Multiplikator. Kurz: Dann braucht sie andere Möglichkeiten."

Vollgas geben


Wenn man 1300 hoch traumatisierte Kinder in den Einrichtungen zu Gast habe, benötige man natürlich auch einige Investition. Deshalb sei der Rückerwerb der Auswertungsrechte so wichtig für die Stiftung gewesen. "In dem Moment, als wir sie wieder hatten, konnten wir sagen: Jetzt können wir Vollgas geben. Und das müssen wir sogar." Schließlich fließt auch ein Teil der Einnahmen aus der Konzerttournee in das Projekt.

Wenn Tabaluga im Herbst wieder auf Tour geht, werden ihn mehr als 150 Menschen begleiten. Wie Maffay betont, werden 18 Vierzig-Tonner das Equipment transportieren, was eine ungeheure logistische Herausforderung ist. "Ein spannendes Unterfangen." Wie beim Kleinen Prinzen finde die Geschichte von Tabaluga auf einem eigenen Planeten statt, erzählt Rufus Beck, der in einer Doppelrolle natürlich wieder den Magier, aber auch einen Maikäfer spielen wird.

Die Geschichte wird von den 15 Figuren in 47 Szenen abgehandelt. Dazu gibt es 26 Songs. Viele Figuren gibt es schon seit 1993. Andere kommen neu dazu. Uwe Ochsenknecht wird einen Wahrsager und den Pechvogel darstellen. "Man wollte eigentlich eine Best-of-Geschichte machen. Die hat sich aber dann weiterentwickelt, so das jetzt 'es lebe die Freundschaft' herausgekommen ist." Die Show wird zweieinhalb Stunden dauern. "Es ist nicht nur ein Konzert, es ist Theater, es ist ein Fantastical."

Diesmal will die Produktion mit 3-D-Grafiken arbeiten, was dem Ganzen einen größeren Eindruck gibt. Die Halle wird mit Sensoren ausgelegt, so dass die Stimme der Schauspieler, wenn sie sich nach vorne bewegen, auch von vorne kommt. In dem Stück werden alte und neue Songs verwoben, erklärte Maffay. "Auf diese Weise ist eine neue Geschichte entstanden."

Ein zentraler Begriff


"Freundschaft ist ein zentraler Begriff. Wir finden, dass Freundschaft in diese Zeit mehr denn je hineinpasst vor dem Hintergrund der vielen Konflikte in unserer Gesellschaft", betont der Musiker. Das neue Märchen beschäftigt sich nämlich mit der "fast schon Utopie", dass aus Feinden Freunde werden. Dass das Kriegsbeil zwischen Arktos, gespielt von Heinz Hoenig, und Tabaluga endlich begraben wird. Hoenig, der für seine Rolle jedes Mal zwei Stunden in der Maske sitzt: "Der Magier und ich sind wie Yin und Yang für Tabaluga. Der lernt von uns beiden."

"Tabaluga - Es lebe die Freundschaft" gastiert am 25. und 26. Oktober jeweils um 15 und 20 Uhr in der Arena Nürnberger Versicherung und vom 14. bis 16 Oktober in der Münchner Olympiahalle.

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Karten beim NT/AZ/SRZ-Ticketservice unter Telefon: 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09661/8729-0
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