Zwischen Politik und Rock 'n Roll: Peter Maffay begeistert in München
"Lasst uns zusammenstehen"

"Niemals war es besser": Peter Maffay hält von Beginn an engen Kontakt zu seinen Fans, findet aber auch deutliche und kritische Worte gegen jede Art von Rattenfängern. Bild: Kunz
Kultur BY
Bayern
02.02.2015
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Mit einem politischen Statement reagierte Peter Maffay bei seinem Konzert-Auftakt in Bayern auf die Vorkommnisse in Paris und zeigte Solidarität mit den Opfern des Terroranschlags. Dazu ließ er "Je suis Charlie" auf die vielen Videoschirme in der ausverkauften Münchner Olympiahalle schreiben.

Es sei wirklich unglaublich, gegen jede bessere Einsicht und gegen die Erfahrungen, die man aus der Geschichte hat ziehen können, breitete sich Radikalismus und Intoleranz aus und der daraus resultierende idiotische, blinde Terrorismus", betonte Maffay Menschen würden manipuliert, sie würden verführt und missbraucht.

"Eine Kraft bilden"

"Religiöse und politische Rattenfänger sind wieder zuhauf unterwegs. Und es gibt nur ein Mittel: Wir müssen gemeinsam - als Weltgemeinschaft über alle Grenzen hinweg - zusammenstehen und diesen wahnsinnigen Entwicklungen entgegenwirken. Die Dimensionen sind erschreckend und ich kann nur noch einmal sagen: Lasst uns zusammenstehen und eine Kraft bilden, die stärker ist als dieser Wahnsinn." Als das Konzert schon in voller Fahrt war, forderte Maffay das Publikum auf, sich sechs Minuten lang für die Demokratie zu erheben. Dazu sang er den Titelsong "Wenn das so ist." Die neuartige, oval angeordnete 360-Grad-Bühne, die in einer Art Panoramagefühl, Einsicht auf die Band von allen Seiten ermöglichte, erlaubte es Maffay, die kompletten Ränge in der Halle zu füllen. Zusammen mit den Stehplätzen in der Arena, dürfte das Konzert einen Besucherrekord in der Olympiahalle aufgestellt haben.

Aufzeichnung für DVD

Wie versprochen, war das 195 Minuten lange Gastspiel, das für eine DVD aufgezeichnet wurde, in drei Blöcke unterteilt. Im ersten spielten Maffay & Band Material von der neuen Chartbreaker-CD "Wenn das so ist." Mit "Niemals war es besser" eröffnete Maffay den Abend. Und schon nach den ersten Riffs bebte die Halle. Es folgten "Wenn der Himmel weint", "Das gelobte Land" und "Hallelujah".

Im zweiten Teil stand eine Zeitreise mit Songs, welche die einzelnen Bandmitglieder veranlasst hatten, Musiker zu werden. Das Material reichte von "Here comes the Sun", über "Get Back" bis "Angie", "Heart of Gold" und "Born to be Wild".

Im dritten Teil hatten die Zuschauer dann die Möglichkeit aus ihren Maffay-Alltime-Favourites Lieblingstitel zu wählen. Sitzplätze und Stehplätze wurden eins. So kamen die Fans per Zufallsgenerator in den Genuss von X-Large-Versionen von "Und es war Sommer", "Eiszeit" und "Über sieben Brücken", ehe sich Maffay mit "Sonne in der Nacht" verabschiedete.
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