Kommentar zum Wechsel in der LTO-Geschäftsführung
Trumpfkarte für das LTO

Kultur
Bayern
18.03.2016
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Mit Wolfgang Meidenbauer als neuem LTO-Geschäftsführer ziehen Stadtbühnen-Chef Reinhard Kausler und sein Vorstand die regionale Karte. Ein nachvollziehbarer Schritt: Vorgänger Frank Kasch schien nie so recht in der Oberpfalz angekommen zu sein. Auch nimmt sich die Bilanz des Berliners eher durchwachsen aus.

Die Zuschauerzahlen in der Wintersaison, die - losgelöst von den Burgfestspielen - als markenprägende LTO-Spielzeit gilt, waren zuletzt rückläufig. Neue Spielorte wie Tirschenreuth oder Flossenbürg sind wichtig, können aber nicht kompensieren, dass das Landestheater außer in Weiden in den großen Städten der Oberpfalz weiter nicht präsent ist. Baustellen bleiben auch ein Strukturwandel - nach wie vor verantworten Ehrenamtliche die Geschicke des professionellen Theaterbetriebs - und die Finanzierung.

Die Aufgabe für den Quereinsteiger Meidenbauer wird in einer richtungweisenden Phase so keine leichte. Doch sein enger Bezug zum LTO und zur regionalen Wirtschaft dürfte integrierend wirken. Wenn er dadurch Unterstützer für den gemeinsamen Weg gewinnen kann - dann ist die regionale Karte ein Trumpf.

tobias.schwarzmeier@derneuetag.de
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