Schandflecken in Bildern
Fotograf Robert Schlaug stellt Bildband vor

Kultur
Bayern
10.12.2015
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Nürnberg. (dpa/räd) Die Königssee-Idylle sucht man vergebens - stattdessen finden sich reihenweise zubetonierte Landschaften, eintönige Gewerbegebiete und verödete Ortszentren: In einem Bildband hat der Rother Fotograf Robert Schlaug Bayerns hässlichste Orte dokumentiert. Dazu habe er drei Jahre lang den Freistaat bereist. Das Ergebnis seiner aufwendigen Foto-Recherchen hat er in dem am Mittwoch vorgestellten Bildband "Bayerns Schattenseite - Flächenverbrauch ohne Ende?" zusammengefasst. Der Landesbeauftragte des Bundes Naturschutz (BN) in Bayern, Richard Mergner, hat den Einführungstext geliefert. Nach Einschätzung Mergners zeigt die Bilddokumentation, wie wichtig es ist, den Flächenverbrauch in Bayern zu stoppen. Seit zehn Jahren würden im Freistaat pro Tag 18 Hektar Fläche zugebaut - eine Fläche von 25 Fußballfeldern.

Mit 128 Fotos lenkt Schlaug, der im Hauptberuf Mittelschullehrer ist, den Blick vor allem auf Bau- und Planungssünden. Aber auch der häufig schlechte Zustand vieler Dörfer hat ihn bei seiner jahrelangen Arbeit an dem Buchprojekt umgetrieben. In dem Werk finden sich auch Aufnahmen eines Baugebietes in Ursensollen, der verfallenden Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg (jeweils Kreis Amberg-Sulzbach) sowie zwei Fotos von Stadtszenen in Regensburg.
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