Absolventen der Fachoberschule rühren die Werbetrommel - Gute Berufsaussichten - Anmeldung bis ...
Junge Frauen für Technik begeistern

Besuch in der Ausbildungswerkstatt der FOS in Marktredwitz: Bei ihrer Offensive im technischen Bereich wirbt die Fachoberschule vor allem um Mädchen. Mit dabei waren (von links) Nicolas Siller, Dieter Rogler (Metalltechnik), stellvertretender Schulleiter Peter Braune, Martin Wunderlich (Elektrotechnik), Lena Friedrich und Dajana Brusche (Firma Netzsch). Bild: jr
Lokales
Bayern
05.08.2015
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Technische Berufe sind interessant - auch für Frauen. Das wissen die Verantwortlichen der Fachoberschule (FOS), die deshalb noch mehr Mädchen dafür begeistern wollen.

Voraussetzung für den technischen Zweig ist ein Mittlerer Schulabschluss. Wer also den M-Zug an der Mittelschule, einen Realschulabschluss oder die zehnte Klasse des Gymnasiums besucht hat, kann sich noch bis zum 5. September an der FOS Marktredwitz anmelden.

Die beiden Lehrer Dieter Rogler (Meister Metalltechnik) und Martin Wunderlich (Meister Elektrotechnik) machen darauf aufmerksam, dass die Schüler keinerlei technische Vorbildung vorweisen müssen. Beim Besuch des technischen Zweigs an der FOS Marktredwitz gilt in der Regel: zwei Wochen Unterricht und zwei Wochen Praktikum in einer Firma in der Region.

Duales Studium

Die 21-jährige Lena Friedrich aus Selb und der 20-jährige Nicolas Siller aus Ebnath rührten kürzlich die Werbetrommel an der FOS und informierten über technische Berufe. Lena Friedrich ist bei der Firma Netzsch in Selb beschäftigt, machte 2012 das Fachabitur an der FOS Marktredwitz (Ausbildungsrichtung Technik). Seit dieser Zeit ist sie duale Studentin der Elektrotechnik. Die fachliche Ausbildung absolviert sie in Selb; in Coburg studiert sie. Bis Ende 2017 hat sie ihr Studium abgeschlossen und wird dann auch von der Firma Netzsch übernommen. Später will sie noch den Masterabschluss machen. Nicolas Siller hat 2013 an der FOS sein Fachabitur im technischen Zweig gemacht. Er studiert jetzt Maschinenbau international an der Fachhochschule Hof. Technik habe ihn schon immer interessiert, informierte Siller. Sein Studium dauert acht Semester. Auslandspraktika stehen unter anderem in Finnland an. Im Studium kommen ihm die Praktika zugute, die er zuvor an der FOS Marktredwitz absolvierte. Nach dem Master-Abschluss möchte er in einem international aufgestellten Unternehmen arbeiten. Dajana Brusche (Firma Netzsch) lobte die enge Zusammenarbeit mit der FOS in Marktredwitz und empfahl die Schule ausdrücklich. Bei Netzsch sind aktuell 88 Auszubildende beschäftigt, darunter auch zehn junge Leute, die ein duales Studium absolvieren. Im September kommen 15 neue Auszubildende hinzu. Brusche freute sich, dass immer mehr junge Frauen Interesse für den technischen Zweig zeigen. Sie wusste, dass die oft leistungsstärker seien als gleichaltrige Männer. "Arbeit und Studium lassen sich gut verbinden."

Lena Friedrich versicherte, dass sie die Wahl des Studiums noch nie bereut habe. Die Praktika in Marktredwitz an der FOS in schuleigenen Werkstätten seien von großem Vorteil gewesen. Ihr Dank galt den beiden Meistern Dieter Rogler und Martin Wunderlich. Dieter Rogler verwies auf die hervorragende technische Ausstattung der Werkstätten, die fast keine Wünsche offen lasse. "Wir machen die Grundausbildung in Sägen und Feilen, Drehen und Bohren. Modernste Technik und Maschinen unterstützen uns dabei."

Bei Schmelzer und Schraml

Martin Wunderlich ergänzte für den Elektrobereich: "Wir bieten eine komprimierte Ausbildung in der Elektrotechnik." In Firmen in der Region erlebten die Schüler dann beim Praktikum, "wie es in einem richtigen Betrieb zugeht". Unter den Unternehmen, die die Schule dabei unterstützen, sind auch die Waldershofer Unternehmen Schmelzer und Schraml.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.fos-mak.de/
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