Arbeit gegen das Vergessen

Zur Verleihung des Kulturpreises "Johannes von Tepl" an Jiri Rak (Bildmitte) gratulierten (von links) Bundesvüarstäiha Alfred Baumgartner, stellvertretender Bundesvüarstäiha Dr. Wolf-Dieter Hamperl sowie stellvertretender Bundesvüarstäiha Dr. Egon Ziegler (Zweiter von rechts) und Albert Reich vom Arbeitskreis Egerländer Kulturschaffender (rechts). Bild: privat
Lokales
Bayern
24.10.2014
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Einer der Höhepunkte der Kulturtagung des Bundes der Eghalanda Gmoin war die Verleihung des Kulturpreises "Johannes von Tepl" an Jiri Rak aus Eger/Cheb. Rak hat viele Orte des Egerlandes, auch nicht mehr existierende, dokumentiert und so der Nachwelt erhalten.

Das Programm der Bundeskulturtagung des Bundes der Eghalanda Gmoin war vielfältig und abwechslungsreich. Bundeskulturwart Dr. Wolf-Dieter Hamperl hatte zahlreiche Experten gewinnen können, die dem Publikum nicht nur für Egerländer interessante kulturelle Themen näher brachten. So gab es Vorträge wie "Tschechisch oder böhmisch - Wo liegt der Unterschied" von Werner Pöllmann. Dr. Sebastian Schott berichtete über "Dr. Michael Ries, ein Egerländer, mit der goldenen Tapferkeitsmedaille im Ersten Weltkrieg ausgezeichneter Offizier". Der Vormittag des ersten Tags des Treffens endete mit einer Vorschau auf die große Krippenausstellung im Egerland-Kulturhaus. Die Informationen lieferte Museumsleiter Volker Dittmar.

Nach Maria Kulm

Am Nachmittag führte eine Fahrt zum bekanntesten Wallfahrtsort der Egerländer, Maria Kulm. Aufschlussreich war hier ein Gespräch mit Propst Pater Milan Kucera, der dem böhmischen Ritterorden "Kreuzherren mit dem Roten Stern" angehört und aus Prag kam, um in Maria Kulm die nur wenige Gläubige zählende Gemeinde seelsorgerisch zu betreuen. Bei seiner Ankunft habe er große Traurigkeit gespürt. Ihm sei es vorgekommen, als ob Berge und Täler den vertriebenen Bewohnern nachtrauerten. Vor der Rückreise feierten die Teilnehmer der Kulturtagung eine Messe mit Monsignore Karl Wuchterl und mit Pater Kucera.

Hörenswerte Vorträge bestimmten die weitere Tagung. Der Ritterorden der heiligen Agnes, die "Kreuzherren mit dem Roten Stern", war Thema von Professor Dr. Rudolf Grulich. Der Orden ist noch in vielen Pfarreien des Egerlandes aktiv. Eine Diskussionsrunde mit Spätaussiedlern aus dem Egerland und dort verbliebenen Landsleuten schloss sich an.

Musikalischer Dank

Die Zusammenkunft gab auch Raum für die Verleihung besonderer Preise: Neben Jiri Rak (Kulturpreis "Johannes von Tepl") bekam Jan Helge Müller eine Auszeichnung. Der junge Pianist erhielt den Förderpreis des Kulturpreises. Müller bedankte sich mit Musikstücken von Johannes Brahms und Sergei Prokofjew.
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