Auf vielen Wegen unterwegs

Die FGV-Ortsgruppe Nagel hat ihre Vorsitzenden nachgewählt und zahlreiche Mitglieder geehrt. Im Bild (von links) Vorsitzender Bruno Hartl und sein Stellvertreter Michael Ponader mit den Geehrten Hans Hütter, Georg Bayerl, Hans Schindler, Andrea Langguth, Hans Schindler, Gabi Thomys, Josefine Greger, Tanja Hütter, Simone Schatz, Hans Schiener, Heinz Schlicht und Wolfgang Ludwig. Bild: kkl
Lokales
Bayern
06.03.2015
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Die Führungsriege des Fichtelgebirgsvereins Nagel ist wieder komplett. Die Mitglieder haben in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Steinkohl in Lochbühl Bruno Hartl an ihre Spitze gewählt, Michael Ponader hat das Amt des Stellvertreters übernommen.

Nachdem sich bei den jüngsten Wahlen niemand für den Vorsitz und die Stellvertretung zur Verfügung gestellt hatte, übernahm Hartl seinerzeit den Vorsitz für 2014 kommissarisch. Der FGV musste im vergangenen Jahr Abschied nehmen von seinen treuen Mitgliedern Hans Schindler, Max Sticht, Rita Bachmann, Reinhard Bauer, Josef Haßmann, Luise Müller und Erich Pöllmann.

Nur noch 450 Mitglieder

Die Mitgliederzahl ist in der Ortsgruppe von 459 auf 450 gesunken. Davon sind 286 Vollmitglieder, 92 Ehegatten und 72 Jugendliche. Hartl teilte mit, dass die Wanderwegreform so gut wie abgeschlossen und die Aufgabengebiete neu verteilt seien. Die Ortsgruppe Nagel habe den "Höhenweg" von der hohen Matzen bis zum Silberhaus an die Ortsgruppe Tröstau abgegeben und von der Ortsgruppe Wunsiedel den "Fränkischen Gebirgsweg" bis zum Schauerberg oberhalb der Luisenburg übernommen. Nun heiße es die Markierungen und Beschilderungen nach neuestem Standard bis zum Jahr 2017 anzubringen.

Während sich die Donnerstags-Rentnerwanderungen eines großen Zuspruchs erfreuen, seien die Wanderer der Ortsgruppe Nagel auf den alljährlichen Frühjahrs- und Herbsttreffen des Hauptvereins leider nur schwach vertreten, berichtete Hartl. Des Weiteren sei der Pflegeplan für die im Mai 2013 erworbene Biotopfläche "Vogelherd", am Südrand des Ortsteils Reisingerhöhe, inzwischen ausgearbeitet und müsse nur noch genehmigt werden.

Hartl nannte das FGV-Heim in Nagel als den Mittelpunkt des Vereins und berichtete von zahlreichen Veranstaltungen. Die Dämmerschoppen und das Stärketrinken am 6. Januar seien gut besucht gewesen. Das erste Zoigl-Gartenfest sei gut angekommen, wogegen sich zu den acht Frühschoppen nur ein harter Kern getroffen habe. 17 Mitglieder besuchten den Vortrag von Ronald Ledermüller über die Perlen der Natur, 18 Kinder kamen im Ferienprogramm zum Basteln von Vogelhäuschen.

Auch ein Johannisfeuer richtete der Verein wieder aus. Jedoch musste das Strandfest im Sommer ausfallen, Zum Thema Kahnhaus und Bootsverleih berichtete Hartl, dass alle Boote die TÜV-Überprüfung bestanden hätten, aber leider Freiwillige fehlten, die sich bereit erklären, den Bootsverleih am Sonntagnachmittag zu übernehmen. Richtig gut laufe der Bootsverleih nur zum Kräuterfest, zur Beachparty und zum Strandfest. Mitglieder haben den Brunnenstein am Marienbrunnen auf der Kösseine wieder geradegerichtet und in einer dreistündigen Aktion den Müll sowie eine verbotene Feuerstelle in der Girglhöhle entfernt.

Agile Rentnertruppe

Das Wanderjahr habe mit einer Drei-Tages-Fahrt in das Altmühltal begonnen, berichtete Wanderwart Hans Hütterer. Die Nageler seien bei zahlreichen Tageswanderungen in der näheren Umgebung unterwegs gewesen. Höhepunkte waren auch die Tagesfahrt in die Fränkische Schweiz sowie eine Drei-Tages-Wanderung von Garmisch-Partenkirchen bis auf die Zugspitze.

Insgesamt waren die Wanderer bei 27 Halbtageswanderungen, zwei Tageswanderungen und zwei mehrtägigen Wanderungen unterwegs. 467 Wanderer seien beteiligt gewesen, davon 13 Kinder und Jugendliche. Von allen sei eine Gesamtstrecke von 4618 Kilometer zurückgelegt worden. Dabei entfallen 2220 Kilometer auf die Rentnergruppe, die bei 17 Wanderungen mit 15 bis 20 Personen unterwegs waren.

Viele Diskussionen entstanden unter den Mitgliedern im Vorfeld der Abstimmung über die Umwandlung des FGV in einen eingetragenen Verein. Aufgrund von Haftungsfragen sei er als Vorsitzender nicht mehr bereit, die alleinige Verantwortung bei Veranstaltungen und Festen zu tragen, erklärte Bruno Hartl.

"Keiner will mehr diese Verantwortung übernehmen und so wird es den FGV-Nagel in ein paar Jahren nicht mehr geben", prognostizierte der Vorsitzende. Im Falle einer Eintragung der FGV-Ortsgruppe als eigenständiger Verein würde das FGV-Haus in den Besitz des Vereins übergehen. In einer Vorabstimmung sprachen sich die Vereinsmitglieder für die Ausarbeitung einer Satzung aus, die für die Eintragung in das Vereinsregister notwendig ist. Die Wanderer erinnerten sich bei einem anschließenden Diavortrag an die verschiedensten Erlebnisse im vergangenen Jahr.
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