Bauamtsleiter: Brücken-Sanierung nicht sinnvoll - Stadtrat hofft auf Fördermittel
Statische Probleme zwingen zu Neubau

Mit Hilfe des Städtebauförderprogramms soll die Brücke (Bild) vom Parkhaus des Kösseine-Einkaufs-Centers zur Innenstadt neu gebaut werden. Bild: jr
Lokales
Bayern
26.11.2015
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Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Bindeglied zur Innenstadt. Obwohl noch nicht alt, gibt es bei der Brücke vom KEC-Parkhaus in Richtung Markt dennoch massive statische Probleme. Da eine Sanierung keinen Sinn mache, ist laut Bauamtsleiter Stefan Büttner ein Neubau nötig.

Die Brücke ist eine der Maßnahmen, für die Marktredwitz in den nächsten Jahren Zuschüsse aus dem Städtebauförderprogramm "Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen" beantragt. Für die Aufstellung der Projektliste nahm sich der Stadtrat am Dienstag viel Zeit. Bauoberrat Stefan Büttner stellte den Räten ein ganzes Bündel von möglichen Maßnahmen für die Jahre 2016 bis 2019 vor. Alle Vorschläge stießen auf Zustimmung.

Unterstützung erwartet Marktredwitz bereits 2016 bei der Beherbergung von Flüchtlingen und Asylbewerbern (Sanierungen und Neubauten). Angemeldet wurden auch das Stadtumbaumanagement mit Innenstadtkoordinator ("der leistet hervorragende Arbeit") sowie die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts. Im Sanierungsgebiet Markt/Altstadt werden Planungskostenzuschüsse und Geld für die Erstberatung beantragt. Weitere Maßnahmen: Sanierungsgebiet Winkel/Lindenstraße, Stadtpark, Abbruch Malzhaus und Sicherung der Dammstraße, Standortsuche Jugendzentrum. Berücksichtigt ist auch das Sanierungsgebiet Benker-Areal mit weiteren Gebäudeabbrüchen. Begleitende Maßnahmen soll es zudem beim Gasthof "Goldener Löwe" geben.

Das Sanierungsgebiet IV umfasst die Glasschleif (mit vorbereitenden Planungen). Der erste Bauabschnitt soll schon 2017/2018 umgesetzt werden. "Wir wollen die Halle im Sommer/Herbst benutzbar machen", sagte Büttner. Erste Pläne dazu sollen bereits im kommenden Frühjahr vorliegen. Für den Förderverein Glasschleif dankte Klaus Haussel ausdrücklich, "dass hier endlich Bewegung reinkommt". Haussel: "Wir brauchen nach dem Abbruch der Shedhallen eine solche Halle in dieser Größenordnung. Ich sichere die Unterstützung des Fördervereins zu." Fördermittel möchte die Stadt auch für die Fertigstellung der Außenanlage der neuen Einfachsporthalle. In der Nähe soll ein Inklusions-Spielplatz entstehen. Oberbürgermeister Oliver Weigel stellte fest: "Wir haben viele Wünsche. Ob sich freilich alles realisieren lässt, wird die Zukunft zeigen. In jedem Fall hat der Stadtrat das letzte Wort."
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