Bauarbeiten für Photovoltaik-Anlage auf ehemaliger Hausmüll-Deponie starten - Energie für 100 ...
Geschickter Dreh hilft Sonnenstrom zapfen

Statt zum Spaten griffen am Dienstag Oberbürgermeister Oliver Weigel (Zweiter von rechts) und einige Ehrengäste zu speziellen Bodendübeln. Sie bilden die Fundamente für eine Photovoltaik-Anlage, die pro Jahr bis zu 450 000 Kilowattstunden Strom liefern soll. Bild: hd
Lokales
Bayern
15.10.2014
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Neben der früheren Deponie weiden Kühe, von oben blinzelt wie bestellt für einen Moment die Sonne zwischen den Wolken hervor. Symbolisch schnappen sich Oberbürgermeister Oliver Weigel und einige Ehrengäste mannshohe Bodendübel und drehen sie in die Erde. Spezialkonstruktionen, die bald eine Photovoltaik-Anlage tragen.

"Wir haben es endlich geschafft. Jetzt geht es los", freut sich Oliver Weigel am Dienstag. Die lange Phase der Planung gehe nun zu Ende, der Bau der Photovoltaik-Anlage auf der ehemaligen Hausmülldeponie an der Haldenstraße könne beginnen.

2012 und 2013 sanierten die Stadt Marktredwitz und die Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern die Deponie. "Dabei wurden rund 80 000 Kubikmeter Müll und Erdaushub umgelagert und zusätzlich eine große Erweiterungsfläche für die Firma Alba Metall Süd Franken GmbH geschaffen", fasst der Oberbürgermeister beim symbolischen Spatenstich zusammen. Damit auch die Stadt Marktredwitz trotz klammer Kasse einen Beitrag zur Energiewende leisten könne, sei das Kommunalunternehmen Marktredwitz (KUM) um die Sparte "Erneuerbare Energien" erweitert worden.

Möglich werde die 560 000 Euro teure Investition durch das Engagement von Jürgen Zitzmann aus Nürnberg, der vier Fünftel der Anlage (gesamt 451 Kilowatt Peak) betreibe. Der Freistaat Bayern beteilige sich mit 90 000 Euro aus dem Programm "Alte Lasten - neue Energien". Abhängig von der Sonneneinstrahlung könnten laut Oberbürgermeister 400 000 bis 450 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden. "Das entspricht dem Verbrauch von 100 Haushalten."

Um die 1804 Photovoltaik-Module ans Stromnetz anzuschließen, müssen 2500 Meter Kabel verlegt werden. Da herkömmliche Betonfundamente auf der Deponie nicht möglich sind, kommen spezielle Erddübel zum Einsatz. Diese 724 Drehfundamente entstehen noch heuer.
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