BFV kann Fußball-Bayernligisten keine verbindlichen Antworten geben - Offizieller Wiederbeginn ...
Noch keine Lösung beim Mindestlohn

Lokales
Bayern
19.01.2015
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(dme) Probleme gibt es kaum in der Bayernliga Nord. So lautet das Ergebnis der Arbeitstagung am Samstag im frisch renovierten Sportheim des abstiegsbedrohten Neulings TSV Neudrossenfeld. Neben den Bilanzen der bisherigen Saison und einem Ausblick auf die Restrückrunde sowie die nächste Saison von Spielleiter Thomas Unger (Konrandsreuth) nahm das neue Mindestlohngesetz den größten Raum ein.

In seinem Blick zurück ging Unger auf die 22 Spieltage der zweithöchsten bayerischen Amateurklasse ein. "Die Runde verlief bisher reibungslos", stellte Unger erfreut fest. Nur drei Spiele müssen noch aus dem alten Jahr nachgeholt werden. Zweimal ist der TSV Großbardorf betroffen, der mit seinem Derby beim Würzburger FV eine Woche früher beginnen muss. Offiziell geht es mit dem 23. Spieltag am 7. und 8. März los.

Mehr Fans im Norden

Der Blick auf die Torschützenliste zeigt, dass Christian Breunig aus Haibach mit 15 Treffern vorne liegt. In der Bayernliga Süd führt Sebastian Kinzel aus Rain am Lech mit sagenhaften 29 Toren. Dafür hat die Bayernliga Nord beim Zuschauerschnitt die Nase gegenüber dem Süden vorne. 353 Besucher sahen im Schnitt die Nord-Spiele, im Süden wurden nur 290 Interessierte pro Begegnung gezählt. Bei den Roten Karten ist der Süden mit 28 gegenüber 30 im Norden leicht im Vorteil. Auch bei Gelb-Rot liegt die Südgruppe mit 37:41 leicht vorne.

Früher Saisonstart

Werner Aichner vom FC Amberg ist der Vereinsvertreter in der Bayernliga-Kommission, fungiert damit als Bindeglied zwischen Spielausschuss des BFV und den Klubs. In Absprache mit den Vereinen hatte Aichner ausgelotet, wann die nächste Saison beginnen soll. Denn im vorigen Sommer wurde Kritik ob des frühesten Saisonbeginns in der Geschichte der Amateurligen laut. "Die Vereine haben sich nun mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass wir am 18. Juli 2015 anfangen", ließ Aichner wissen.

Beim Thema Mindestlohn konnte Josef Janker (Zell) nicht mit konkreten Ergebnissen aufwarten. "Von Verbandsseite gibt es noch keine verbindlichen Aussagen", so Janker. Ehrenamtliche Tätigkeiten im Verein, für die es keine Entlohnung gibt, fallen nicht unter das neue Mindestlohngesetz. Wohl aber die Beschäftigung aller anderen Mitarbeiter wie Trainer oder Vertragsspieler. Janker dazu: "Das sind alle Personen, die in einem Beschäftigungsverhältnis mit dem Verein stehen." Pflicht sei es, die Zeiten der Beschäftigung festzuhalten. Auf höherer Ebene versuchen der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zu einer Gesetzesänderung zu kommen, die Sportvereine vom Mindestlohn ausnimmt. "Das kann aber noch einige Zeit dauern", sagte Janker, der von "ein bis zwei Jahren oder länger" ausgeht.
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